The Thermals – More Parts Per Million

Durch die im Schnitt durchweg guten Kritiken durften die Thermals noch im selben Jahr ihr erstes eigenes Album ‚ More Parts Per Million ‚ mit dem Produzenten Chris Walla aufnehmen. Dieser masterte Ihnen dann auch die sechs zuvor aufgenommenen Tapes. Angeblich wurde das ganze mit einem Budget von 6 Dollar, für die Kassetten, und einem Kassettenrecorder über die Bühne gezogen. Gut, vom Klang her kann man es schon glauben, hört sich das ganze doch nach Harris Worten „ziemlich no-fi“ an . Das wird auch klar wenn man den Opener ‚ It´s Trivia ‚ hört. Als würde man eine kaputte Kassette zum hundertsten Mal zurückspulen und wieder durchlaufen lassen. Doch macht das wiederum die Thermals einzigartig, trotz schlechter Sound Qualität Ihr Ding durchziehen und es hätte sich sogar noch richtig auszahlen können. Stand doch vor ein paar Monaten ein großer amerikanischer Autohersteller vor der Tür und wollte den Song für seine Werbekampange, 50.000 US Dollar wären dabei herausgesprungen. Doch drückte man Ihm die Tür vor der Nase zu mit der Begründung für die Zerstörung der Umwelt durch protzige und benzinfressende Autos wolle man nichts beitragen. Doch zurück zu den Songs. Eigentlich lässt sich keiner herausnehmen, beim ersten Mal werden sie einem sowieso alle gleich vorkommen. Kaum ein Song bleibt im Ohr hängen, da wären die Ausnahmen gleich aufgezählt ‚ It´s Trivia ‚, ‚ Goddamm The Light ‚ und ‚ I Know The Pattern ‚. Doch die bleiben ohne Widerrede sofort im Kopf kleben. Bei den anderen heißt es immer wieder anhören und entdecken. Hier gibt es soviel interessante Passagen, sowohl textlich wie auch musikalisch, die es einfach unmöglich machen sofort gehört zu werden. Das ließe der schlechte Sound auch gar nicht zu. Die Platte der Thermals fängt man langsam an zu lieben und doch wird man nach dem ersten Durchlauf sich nicht mehr von Ihr trennen wollen. Denn soviel ist sicher, langweilig wird die Beziehung zu ‚ More Parts Per Million ‚ nie werden.