The Rakes – Ten New Messages

Nachdem vor zwei Jahren die Rakes, und insbesondere Sänger Alan Donohoe, mit ironischen Beschreibung über das skurrile Stadtleben beeindrucken konnten, sind es diesmal Schilderungen über das Leben. Etwas überraschend, aber das liegt vorwiegend an der Tatsache das Alan Donohoe sein Talent gefunden hat: Gesang. Das ist erstmal erfreulich, handelt es sich aber bei Ihrer zweiter Platten keineswegs um eine schnelle Lösung, sprich es hat nicht den selben Drive wie noch zu Zeiten des ‚ Capture/Release ‚ Albums. Die Band meint selber zur neuen Platte: „..not a concept album, but written around a theme“. Deshalb lässt sich auch sagen das auf ‚ Ten New Messages ‚ der interessant und am besten ausgeführte Teil die zehn neuen Nachrichten sind, denn die Musik bleibt dabei ein wenig auf der Strecke. Los gehts mit ‚ The World Was A Mess But His Hair Was Perfect ‚, ist ein vielversprechender Start und lässt die alten Fans wissen, das die Rakes nicht komplett von Ihrem Weg abgekommen sind. Hinzugefügt werden eine Brise tanzbarer Dance Pop, brodelnde Doppler-Effekt Keyboards, spinnen artige Gitarrenriffs und eine Gelassenheit die Alan Donohoe erbarmungslos einsetzt.‘ Little Supersitions ‚ ist ein schlaffes Klagelied und ‚ We Danced Together ‚ mit seinen sinnfreien „oohs“ und „ahhs“ sorgt nicht wirklich für den Drang, gemeinsam auf der Bühne das Tanzbein zu schwingen. Der Sound dagegen wurde zugänglicher, die Rakes lassen es laufen, wie schon zu besten Zeiten auf ‚ Capture/Release ‚, doch nicht mehr so dynamisch und eindringlich. ‚ When Tom Cruise Cries ‚ folgt diesem neuen Konzept und dient als eine Art Mittelpunkt auf der Platte. Zumindest wurden die spannenden Elemente von Papier in den Song auf gute Weiße eingearbeitet, nur das nie enden wollende Klopfen im Hintergrund sorgt mit der Zeit für chronisches Gähnen. Auf ‚ Time To Stop Talking ‚ wird es dann endlich auch mal lauter bei den Rakes, auffallend sind auch die Überorts auftretenden Backing Vocals der Bandkollegen von Donoheo. Diese wurden aber größtenteils gut eingesetzt und verleihen der Platte dann doch noch ein wenig Tiefe. Der abschließende Song ‚ Leave The City And Come Home ‚ klingt tatsächlich nach besiegter Arbeit, die Gitarren schummrig eindringlich auf halbe Geschwindigkeit gesetzt, fällt jeder Atemzug des Gesangs in perfekten Einklang. Der Halt unter den Songs ist gewachsen, es läuft kein Song großartig aus dem Ruder. Was leider auch das Problem an ‚ Ten New Messages ‚ ist. Denn auf Dauer wirkt das alles zu einschläfernd, zu langwierig und umständlich in seiner Gesamtheit, zu schwach die Melodien. Da darf man dann schon mal ins Schwärmen geraten, wenn man zurückdenkt an Songs wie ‚ 22 Grand Job ‚ oder ‚ Retreat ‚. Diese fehlen hier ganz klar und lassen die Rakes nun zwei Jahre danach ein wenig ins straucheln geraten.

6.6