The Raconteurs – Help Us Stranges

Seit es die White Stripes nicht mehr gibt, hat Jack White erst mit den Raconteurs und dessen fulminanten Debüt „Broken Boy Soldiers“ die himmelhohen Erwartungen erfüllt und gar übertroffen und dann mit The Dead Weather eine Rock Supergroup mit Alison Mosshart, Dean Ferida und Jack Lawrence gegründet. Dazwischen und danach gab es noch drei Soloalben und nun also wieder ein Studioalben mit The Raconteurs. „Help Us Strangers“ heißt das neue Werk und ist der Nachfolger zu „Consolers Of The Lonely“ aus dem Jahr 2011. Es erreicht zwar nicht die luftigen Höhen des Vorgängers, ist aber dennoch eine ansprechende Mischung aus klassischer Rock-Power und moderner Machart.

 

Die Songwriter Jack White und Brendan Benson schreiben die meisten Texte, aber The Raconteurs bleiben ein Kollektiv, bei dem Patrick Keller und Jack Lawrence mit großer Hingabe dafür sorgen, dass der Motor dieses Dampfkessels aus Detroit weiter brummt. Der Rhythmus ist dabei die Hauptattraktion während der gesamten Aufnahme. Die ersten beiden Songs enden mit einem berauschenden Finale, bevor „Help Me Stranger“ mit der Akustik beginnt und verzerrte Gitarrenharmonien und Percussions auf mehreren Ebenen entfaltet und die Hüften ordentlich in Bewegung setzt. Dazu würzt die Gruppe die Songs mit gelegentlichen Experimenten, wie dem knallharten Robo-Gitarren-Intro zu „Sunday Driver“ oder dem Hip Hop zugeneigtem „What’s Yours Is Mine“.

 

Der herrlich ungepflegte Charme scheint das Album als Ganzes zusammenzufassen – schlicht und einfach ist der Sound einer Gruppe von Musikern, die die beste Zeit ihres Lebens genießen.