The Morning Benders – Big Echo

Es ist wahrlich schwer in den letzten Monaten und vielleicht auch Jahren gewesen, an diesen vier Jungs vorbeizukommen: Sie fanden sich in Blogs wieder, Sie summten fröhlich Ihre Einträge auf Twitter in alle Länder dieser Erde und erfreuten sich schlussendlich einer großen Beliebtheit in der Hype Machine. Kein Wunder also das bei dieser übergrenzen laufenden Aufmerksamkeit, auch die Neugier auf das Quartett enorm steigen würde. Selbst jetzt, das Debütalbum ‚ Talking Through Tin Cans ‚ erschien im Jahr 2008, entdecken viele Menschen diese großartige Band, und nicht selten fallen diese in einen unaufhaltsamen Liebesrausch. Doch dieses Mal ist es etwas Gutes. Man will The Morning Breders in sich aufnehmen, sich durch die Songs scrollen und sich daran erfreuen, wieder ein ausgezeichnetes Album in den persönlichen Reihen aufstellen zu können.

Wir beginnen auf dem zweiten Werk ‚ Big Echo ‚ mit dem Track ‚ Excuses ‚ und einem wehmütigen Lobgesang auf jugendliche Liebe und Sex, gebaut auf melancholischer Nostalgie und Gefühlen, die all das vermitteln, worin Worte niemals im Stande gewesen wären. Diese Emotionalität, das kratzige Experimentieren, das beständige Potential und die geheimnisvolle Schönheit umschließen die gesamte erste Hälfte auf ‚ Big Echo ‚ und formen so eine unwiderstehliche Ehrlichkeit aus Transparenz und Ehrgeiz. The Morning Benders produzierten die Platte mit Grizzly Bear Bassisten Chris Taylor und zeigen deutliche Spuren, wie auch im zweiten Stück ‚ Promises ‚ mit brillianten Textpassagen und krümmenden Melodien in großaufgezogenen Refrains. ‚ Cold War (Nice Clean Fight) ‚ entzieht sich dagegen jeglicher Eingewöhnung im Hörer und belässt seinen Auftritt bei kurzen 1:44 Minuten Spielzeit.

Insgesamt verzichten die Morning Benders auf eventuelle Offenbarungen, unterziehen Ihre Songs mit Anti-Höhepunkten und bleiben vielleicht auch deshalb so einzigartig in Ihren Kompositionen. Aus dem Hinterhalt überfallen uns aufbrausende Gitarren im Auftakt zu ‚ Hand Me Downs ‚, während in ‚ Mason Jar ‚ die stimmliche Präsenz von Chu an den Sound der Grizzly Bears erinnert und abgesehen von diesem Abschnitt, auch unweigerlich an die früheren Foo Fighters denken lässt. Dennoch sollte man auf Vergleiche mit anderen Bands verzichten, denn The Morning Benders machen große Schritte, zeigen Talent und Anpassungsfähigkeit im Zuge einer beliebigen Anzahl von Richtungen. Und alle, die bisher nichts von dieser phantastischen Band gehört haben, sollten das nun ohne Umschweife nachholen – auch weil auf hämmische Kommentare Andere wohl jeder gerne verzichten kann.