The Kings Of Dubrock – Fettuccini

„Dub-Rock ist wie Beton/ es kommt darauf an was man daraus macht/ manche machen daraus Halsketten/ wir bauen daraus ein Fundament/ Peace Love and Unity“. Man spürt es bereits in den ersten Sekunden am ganzen Körper: die Kings Of Dubrock sind zurück! Der Studio Braun Psychedelliker Jacques Palminger und sein Trio des Dubwahnsinns haben ein neues Album fertig und lassen darin einmal mehr die verdrehten Geschichten durch die Maschine der Assoziationen rotieren. Die Beine zucken dabei in verrückter Hysterie über die Tanzfläche, während ‚ Kinder der Sonne ‚ mit griffigen Rhythmen und wunderschönen Gesängen für wahre Entzückung sorgen wird. „Ein Lied voller Wunder in einer Stadt voller Feinde/ Momente der Ewigkeit hinter Bergen von Müll/ so leben wir so leben wir/ die Kinder der Sonne/ im Topf der Kannibalen am Rande der Nacht“. Im Mittelteil ertönen dann plötzlich die wuchtigen Trompeten und stets in reicher Fülle vorhanden: Der Bass.

The Kings Of Dubrock zeigen in den ersten Minuten sämtliche Facetten ihres Könnens und erreichen den vorläufigen Höhepunkt im dritten Stück ‚ Calimero ‚. Warme Klänge trocknen unsere verschwitzten Körper. Wir befinden uns in einem Raum voller melancholischer Farben. Ein Raum, der aus Harmonie, Liebe und Respekt gezeichnet wurde. Die Musik orientiert sich am Sommer – vielleicht ein bisschen ruhiger und ausgeglichener. Es ist eine unheimlich homogene Platte, schmachtend und mit dem Beachbuggy geht es dann anschließend zur Beachparty. Wie wäre es mit einem Cocktail? Banana Dream, Cherrykiss, El Chillo oder Pink Pussyfoot? Dazu ein Schirmchen und anschließend auf der Liege den Sonnenuntergang genießen. Mit den Kings Of Dubrock ist das alles kein Problem. Man kann aber auch den Song ‚ MDMA ‚ auflegen, sich aus dem Liegestuhl erheben und ein wenig zu den elektronischen Klängen tanzen.

‚ Scatman Dub ‚ ist entspannte Reggae-Musik, schwingt locker vor sich hin und dient in erster Linie der gemeinsamen Entspannung. In ‚ Red, Yellow & Black ‚ rollt im Hintergrund der Balkan-Express durch ein Inferno der Geilheit und auch wenn gegen Ende der zweiten Hälfte die Kings Of Dubrocks weiter Ihre entsprechende Coolness beschwören – der musikalische Schlag gegen den Deutschen-Künstler-Einheitsbrei ist gestoppt. Doch die chronische Unangepasstheit lässt sich glücklicherweise nicht mehr vertreiben. Die wiederkehrenden Phrasen, die krude Lyrik des Jacques Palminger, Rica Blunck hat fünf Sprachen aufgeschnappt und Viktor Marek lässt seine Maschinen rattern. Uhren befummeln die Zeit, wir drehen diese auf Null zurück und beginnen nochmals von Vorne…