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Mit POWERS kehren THE FUTUREHEADS zurück und entfalten eine reife Klanglandschaft, die zwischen nostalgischer Energie und erwachsener Reflektion oszilliert.

Natürlich lassen sich The Futureheads nicht mehr mit den Herrschaften in Einklang bringen, die vor 15 Jahren das fulminante Debüt herausbrachten. Der Stil ist zwar in etwa gleich geblieben, doch ist es wie im wahren Leben, irgendwann ist der schleichende Prozess abgeschlossen und die einstige Naivität und Jugendlichkeit ist dahin. Bei den Futureheads war das mit dem bis dato letzten Album „The Chaos“ und folgender Pause. Während der Pause beschäftigte sich der Sänger und Gitarrist Barry Hyde mit seinen psychischen Problemen (die er auch auf seinem 2016er Soloalbum „Malody“ ansprach). In der Zwischenzeit wurde das politische Klima in Großbritannien instabiler und polarisierter. 

 

Als eine der geistreichsten Bands der damaligen Bewegung, die sich in den frühen 2000er Jahren ausbreitete, haben die Futureheads immer ein Gespür dafür gezeigt, das Persönliche und Politische in ihrer Musik zusammenzubringen, insbesondere im 2006er Album „News and Tributes“. Sie waren jedoch noch nie so direkt wie bei Powers. 7 Jahre später sind The Futureheads zurück und präsentieren uns 12 neue Songs, die besagte Naivität zwar abgelegt haben, jedoch nicht die Art und Weise, wie sich die Band mit ihren Geständnissen und Konfrontationen auseinandersetzt. Diese ist beinahe körperlich und ihre markanten Gitarren und Rhythmen verkörpern Turbulenzen, ob mental oder sozial. 

Beim donnernden Auftakt “Jekyll” fragt Hyde die Welt – und sich selbst – “Can you predict the changes in your mood?” während ein fast komisch böses Riff den Song auf die verschwindend feine Linie zwischen Ordnung und Chaos, sowie Paranoia und echter Angst taumeln lässt. Ihr Stil erinnert an die Glanzzeiten, doch wirkt insbesondere im späteren Verlauf etwas gedämpfter, erwachsener und weniger spontan. Dabei ist besonders der Beginn Nostalgie pur. Während der Comeback-Status der Band damit offensichtlich ist und man davon ausgehen würde, dass Hyde seine gesundheitlichen Probleme gelöst hat, berühren einige der Songs seine Kämpfe. “Headcase” und “Animus” befassen sich mit Hyde’s Problemen, aber sie wirken läuternd und nicht ausbeutend.

Es ist wie immer eine Freude, den Erfindungsreichtum der Dreh- und Wendeanordnungen und ihrer Buzzcocks-würdigen Refrains zu entdecken. Es gibt zwar nichts zu beklatschen, das den höchsten Höhen ihres ersten Albums entspricht, aber es ist eine willkommene Rückkehr für eine einzigartige und wichtige Band.

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