The Fantasy Orchestra – The Bear And Other Stories

Beginnend mit den fein gewebten Jazz-Melodien in „Flow“ ist das Debüt von The Fantasy Orchestra eine weitläufige Zusammenarbeit von nicht weniger als 160 kreativen Energien. „The Bear and Other Stories“ ist ein fantastisches Stück DIY-Einfallsreichtum, ein Gemeinschaftsprojekt voller Cover, Hommagen und einer Fülle von großartigen Persönlichkeiten. Ähnlich wie Choir! Choir! Choir!, wo sich diverse Künstler aus Nordamerika versammelten, um Musik neu zu kreieren, macht diese hauptsächlich in Bristol ansässige Community hier das Gleiche. Ursprünglich als Ennio Morricone-Coverband angefangen, sind sie daran gewachsen, um einige außergewöhnliche Dinge aufzunehmen. 

Das Debütalbum von The Fantasy Orchestra klingt alles andere als amateurhaft, mit einer berauschenden Mischung aus New-Age-Chor, Progressive-Age-Jazz und einer scheinbar zufälligen akustischen Stereolab-ähnlichen rhythmischen Beugung. Es gibt hier Stücke, die manche kennen und besonders herausragend finden werden. Zum Beispiel seien hier die beiden Hendrix-Cover „Third Stone From The Sun“ und „One Rainy Wish“, sowie die Richard Dawson-Kollaboration bei „Final Moments of the Universe“ genannt. Hendrix’ „Third Stone From The Sun“ hat eine entsprechend stratosphärische Einführung und segelt auf einer Wolke seufzender Gesänge. 

Jimi hätte es geliebt, der Gesang strahlt wie die wärmsten Sonnen. Ihre Interpretation seines „One Rainy Wish“ hat eher eine geradlinige West Coast-Stimmung mit volkstümlichem Frauengesang. Das alles ist in einer erhebenden Freude anzuhören. Tatsächlich ist die exotisch beeinflusste Version von Jesse Vernon’s eigenem „Kurtle“ ein bongo-getriebenes Vergnügen, gefüllt mit gezupften Geigen und Sirenengesängen, dass all das zum Tragen bringt, was am Orchester großartig ist. Das Album ist eine ziemlich schöne Sache und ohne ein Lächeln im Gesicht nicht zu hören.