The Enemy – Streets In The Sky

Nach den beiden etwas schwachen Platten ‚ We’ll live and die in these Towns ‚ und ‚ Music For The People ‚ haben The Enemy im Wesentlichen nur sehr wenig verändert. Die Gitarren rücken stärker in den Vordergrund, ansonsten reagieren die neuen Songs mit vielen vorhersehbaren Ausreißern. Sänger Tom Clarke sagt selbst über das neue Album: „Streets In The Sky is the result of more than a years hard work from lots and lots of people. I’m more proud of it than any album we’ve ever made. It sounds massive and the songs are some of the best we’ve written.“ Und was denken die Anhänger von The Enemy darüber? Mit Sicherheit werden diese zufrieden mit dem neuen Material sein. Aufgenommen wurde das Album in London und in Los Angeles zusammen mit Joby J. Ford von The Bronx. Interessant ist der Einstieg, eingängig und ziemlich dynamisch drücken sich die Gitarren neben die Stimme von Tom Clarke, die man auch auf ‚ Streets In The Sky ‚ als altklug, rotzfrech und lebendig zugleich bezeichnen darf.

„He’s walking like a pinguin/ All zipped up thight/ He thinks that he’s a hard man/ But he’s got nothin to back it up/ It’a lie“, singt er dazu, während im dritten Stück ‚ Saturday ‚ doch glatt ab Sekunde neunzehn die markanten Basslinien aus ‚ Happy Faces ‚ von The Maccabees zu hören sind. Sicherlich nur ein Zufall, aber auch Sinnbild der neuen Platte, die bis zu diesem Zeitpunkt lediglich mit fremden Elementen so wirklich aufhorchen lässt. ‚ Come Into My World ‚ ist so schlicht wie der Titel schließen lässt und erst ‚ This Is Real ‚ fabriziert eine fundamentale Rock-Ballade, eindringlich, emotional und dabei absolut tanzbar ist. The Enemy wurden 2006 von drei Freunden in Ihrer Heimatstadt Converty gegründet: Andy Hopkins, Liam Watts und Tom Clarke haben sich jedoch seitdem kaum verändert. Zumindest aus musikalischer Sicht. Aber das wurde bereits angesprochen.

Es fehlt nur einfach im Allgemeinen an schreibwilligem Material. Es mag nicht vieles im Gedächtnis zurückbleiben. Die Refrains sind meist zu stumpfsinnig, wie auch im Stück ‚ Turn It On ‚ wenn es heißt: „Do what you want just do what you want!/ Turn it on turn it on turn it on/ You’re not the only one“. Ihre Songs sollen eben Feierlaune verbreiten. Dafür gibt es keine Einschränkungen, doch als ernstzunehmende Rockband versagen The Enemy auch im dritten Anlauf.