The Cult – Hidden City

Vor über 30 Jahren waren The Cult in Ihrem Erfindungsreichtum kaum zu bremsen. Besonders in Ihrer Anfangszeit ging es von psychedelischen Gothic zum Rick Rubin elektronisch produzierten Hard-Rock. Die Neuerfindungen sind natürlich über die Jahrzehnte dezenter ausgefallen, aber The Cult befinden sich noch immer in ständiger Bewegung. Ian Astbury Bariton bleibt eine gewaltige donnernde Kraft, mit Autorität und dem typisch unordentlich lyrischen Sumpf aus tibetisch-buddhistischer Mystik und Spiritualität, warnt er vor ausbeuterischen und destruktiven Verhalten. Duffy erfreut uns erneut mit seinen enormen Bassdrums, seiner dunklen Energie und den manischen Solis.

In Ihren neuen Songs finden sich ästhetische Texturen, gut platzierte Synths und auch ein David Bowie – nämlich immer dann, wenn The Cult in den Midtempo Bereich wechseln. Doch »Hidden City« enthält auch eine Menge an Füllstoff. Besonders die letzten beiden Tracks  »Heathens« und die kitschige Ballade »Sound and Fury« sind schlicht überflüssig und zerstören  das bis hierhin überzeugende Gesamtwerk aus schroff-melodischen The-Cult-Sound und den blutgetränkten Texten Astburys.

5.5