The Blood Arm – Turn And Face Me

Kurzweilig, spaßig und simpel sind die treffenden Bezeichnungen in Hinblick auf die ersten Minuten der neuen Platte ‚ Turn And Face Down ‚ von The Blood Arm. Spannend war natürlich die Frage nach der Vorgehensweise der Band, die mit ‚ Suspicious Character ‚ im Jahr 2006 einen großen Hit feiern durfte.“I like all the girls and all the girls like me“ war Ihr Slogan und „I like all the girls but girls don’t buy drinks at the bars“, ertönt es nun fünf Jahre später. Ein ironischer Versuch die eigenen Klischees in die verdampfende Lächerlichkeit zu ziehen? Möglich wäre es. Schließlich will keine Band auf solche geistreichen Einzeiler reduziert werden. Doch leider fehlt es auch im weiteren Verlauf an Witz und Stilsicherheit.

Das Auftreten von The Blood Arm darf als bescheiden betrachtet werden. Die Up-Tempo Nummern kreuzen in konstanter Geschwindigkeit unsere Blicke und zugleich versuchen uns Schlagzeug, Keyboard und das Gitarrenspiel mit Ihren fröhlichen Rhythmen und Melodien zu umschmeicheln. Doch leider steht hier über allem eine spürbare Sicherheit. The Blood Arm wollten nichts falsches machen. Und so hören die Fans auf ‚ Turn And Face Me ‚ eben den Sound, welchen man schlussendlich auch erwarten durfte. ‚ Introducing Randy Newman ‚ und ‚ She’s A Guillotine ‚ verdeutlichen diese Aspekte einer Band, deren Subtilität wohl bei den Aufnahmen in der Mojave Wüste mit reichlich kalifornischen Wein aus den Gehirnzellen gespült wurde.

Andere Tracks wie ‚ Don’t Let Him Break Your Heart ‚ beweisen echtes Potential, jedoch stehen auch diese nach kurzer Zeit knöcheltief in der bekannten Formel und versinken im einheitlichen Brei. So bleiben uns am Ende ein paar nette Songs, kurzweilige Unterhaltung und simple Strukturen, die keinen Menschen in ernsthafte Verlegenheit bringen sollten.