Teron Beal – Liquor Store

Fast wird man durch das volle und mit Details gespickte Artwork auf dem Cover erschlagen. Gleichzeitig begeistert das Bild mit seiner sonnigen Ausstrahlung, der reizenden Zusammenstellung aus dem Schaufenster, während sehr verhalten ein junger Mann unter dem roten Dach vor der Eingangstüre steht, sich zufrieden die Hände reibt und den Eindruck vermittelt, gerade seine Arbeit für heute beendet zu haben. Der Laden hat seine Pforten geschlossen und was schlussendlich davon übrig bleibt ist der Trost, ein Debüt mit Namen ‚ Liquor Store ‚ in den Händen zu halten. Und obwohl Teron Beal mit diesem Werk gleichzeitig sein Debüt als Solokünstler ablegt, ist er alles andere als ein Neuling der Musikbranche. Denn Beal darf schon zahlreiche Chart Songs sein Eigen nennen, Songs die er unter anderem für Michael Jackson, Jennifer Lopez, May, Robyn, Jamie Cullum und viele andere geschrieben hat. Der Mann kennt sich also im Popgeschäft aus, versteht es mit gefühlvollen Melodien und eingängigen Refrains wohlklingede Töne über drei Minuten zu erzeugen und kreiert dennoch eine unverwechselbare Persönlichkeit. Nicht zuletzt natürlich auch durch die Beeinflussung verschiedenster Musikrichtungen und Größen wie Prince, Lenny Kravitz, Radiohead, The Beatles und Pink Flyod. Das Album und der Name „Liquor Store“ beschreiben, „einen Getränkeladen, der verschiedenste Arten von Wein und Spirituosen führt. Für jeden ist etwas dabei, und alle Artikel geben dir ein besseres Gefühl sobald du sie geschmeckt – oder in diesem Fall gehört – hast“. Hierbei muss selbstverständlich klar differenziert werden. Die Songs auf dem Album geben sich zwar keine Blöße, doch sollte der anspruchsvolle Hörer nicht zuviel erwarten. Es bleibt eben schlussendlich ein Album für die breite Masse mit polierten Rhythmen, leichten Melodien und dem smarten Gesamteinsatz der Instrumente. Nichts fällt aus der Reihe und nichts scheint auch nur im Mindestens die platzende Überraschung auf ‚ Liquor Store ‚ spielen zu wollen. Aber wie bereits erwähnt, muss das Teron Beal auch gar nicht machen. Seine Stücke überzeugen, spielen manchmal leicht mit melancholischen Elementen in ‚ Princess Diamond ‚ und verfallen sogar dem 70er Jahre Funk in ‚ New Girl ‚. Nur eben alles sehr dezent. Minimalistisch gesehen hat Teron Beal dennoch ein gutes Album abgeliefert, welches nicht auf die eigenen Nerven drückt und für die entspannten Minuten zwischendurch genau das Richtige sein sollte.

7.0