Teeth – Whatever

Mit diesem Album ist es eine Plage. Lange hat es gedauert bis ich mich zu einer Kritik durchringen konnte, wollte ich die Platte doch erst mit einer gründlich vernichtenden Kritik in den Boden stampfen. ‚ Whatever ‚ ist der Titel des Albums und irgendwie auch passend zu meiner Stimmung. Vor zwei Wochen hasste ich die Songs, danach freut ich mich kurzfristig darüber, konnte es kaum erwarten durch die einzelnen Songs zu pendeln und nun ist mir das Debüt des Londonder Electro-Punk-Trios von Teeth!!! herzlich egal geworden. Doch zumindest finde ich, eine Erwähnung sollte die Platte hier im Blog bekommen. Immerhin handelt sich bei Teeth!!! um eine lustige, verrückte und liebenswürdige Band aus Großbritannien. Die Songs sind ein klebriges und buntes Durcheinander, kurze Röcke verdecken nur das nötigste, während der raue Elektro seinen tobenden Spaß an dieser unheiligen Katastrophe in vollen Zügen auskostet. Mit Sicherheit hat sich die Band bei der Wahl Ihres Eröffungsstücks keinen Gefallen getan. ‚ Confusion ‚ startet mit den schlampigen Gesängen von Veronica So, die uns dabei mit Ihren toten Augen ansieht, während schlichte, stampfende Beats, kurze Expolosionen und eine begrenzte Palette an zischenden Electro-Sounds Ihr übriges vollbringen. Generell bleibt es bei einer stilistischen Begrenzung und vielleicht es bei den Teeth!!! auch gar nicht so verkehrt, sich einfach um die Highlights zu kümmern: ‚ Flowers ‚ ist himmlische Dance-Pop Nummer, ruckartig und lässig samt glitzernden Chören aus dem Hintergrund. Dazu trällern hypnotische Refrains, „dream on, dream on, dream on“, durch plätschernde Synth-Linien und kreieren ein straffes Highlight, dessen 3:20 Minuten ich auch heute noch sehr gerne höre und es eindeutig zu „cool“ für die Tanzflächen halte. Genauso verführerisch gestaltet sich die Debüt-Single ‚ See Spaces ‚ und damit wir fair bleiben – das Album gibt auch anständig Momente her, wie die funkelnden Neon-Flash Effekte in ‚ Dead Boys ‚. Das sollte es in meinen Augen allerdings schon gewesen sein. Und obwohl ich hier von einem eigenständigen Werk schreibe, klingt es am Ende doch mehr wie ein Remix-Album, welches von verschiedenen Produzenten aufgenommen wurde. ‚ Whatever ‚ ist wie Fast Food und Alkohol. Es gibt keine Notwendigkeit sich bei der Platte schuldig zu fühlen. Schließlich brauchen wir alle einmal den billigen Rausch für zwischendurch.