Stars For The Banned – Stars For The Banned

Wie mit allen Platten, fällt auch bei dieser der erste Blick auf das Artwork. Eine ungefilterte Zeichnung in schwarz-weiß und schenkt uns damit eine erste Anspielung auf den Albumtitel ‚ s/t ‚ von Stars For The Banned. Ein Pseudonym unter dem der Wiener Klangkünstler Robert Guenther Musik produziert. Traurig wirkt das unförmige Wesen auf seinem Stuhl, mit dem eigenen Herzen auf der Suche nach neuen Freunden. Es verwundert dabei keineswegs, dass diese Suche in dunklen Tiefen von Herzen kommt und auch neben dem aufklappbaren Pappschuber, erwarten mich liebevoll gestaltete Kärtchen mit jeweils zwei Songtexten darauf. Diese gestalterischen Phantasien zeigen ausbrechende Vulkane hinter einen kleinen Stadt, brennende Häuser, Ungeheuer und exotisches Fischmonster, dessen beachtlichen Reißzähne wohl auf dem nächsten Bild das kleine Herz an der langen Angelschnur verschlungen hätten. Will man diese Art von Kreatur zu seinem Freund haben? „Taste my heart but never swallow/ Your hands paralyse and dance“, heißt es im dazugehörigen Stück ‚ Taste ‚ und bis zu diesen Minuten ist bereits eine lange Reise vergangen. Denn die Melodien auf ‚ s/t ‚ liegen schwer im Magen. Kalimba, Glockenspiel, Harmonium und eine wehklangende Stimme halten sich zwar an klassische Orchestrierungen, doch brechen hier manchmal auch elektronische Beats durch die Strophen und gewähren der drückenden Atmosphäre kontrollierte Ausbrüche. Schlussendlich bleibt es eine persönliche Einschätzung wie man über das Album von Robert Guenther denken mag. Zumindest benötigt es gewisse Vorkentnisse, wie zum Beispiel auf dem Gebiet von Get Well Soon. Bei Stars For The Banned bleibt zwar minimalistischer als die pompösen Gewitterwolken von Konstantin Gropper, dafür fallen die Stücke nicht selten in eine absolute Düsterheit. Es mag die Atmosphäre anheizen, doch ich denke die langgezogenen Texte verwischen manchmal die Konturen eines ansonsten sehr durchschnittlichen Songs. Es passiert nicht viel zwischen den Harmonien und Melodien und nur selten explodieren die Rhythmen wie in ‚ Party For The Weak ‚.