Slut – All We Need Is Silence

Nachdem bei Slut die Kurve des Erfolges mit Lookbook Ihren vorläufigen Höhepunkt erreichte, mussten die fünf Ingolstädter mit ‚ Nothing Will Go Wrong ‚ einen leichten Rückgang einbüßen. Was allerdings nicht negativ ausgelegt werden sollte, war Lookbook doch ein in sich geschlossenes Album ohne Makel. Also wo anfangen, einen Ansatz finden um den hohen Ansprüchen auch selbst gerecht zu werden war ein schwieriges Unterfangen. Meistern konnten es Slut dennoch ohne anzumerkende Schwierigkeiten. Mit dem mittlerweile fünften Studioalbum ‚ All We Need Is Silence ‚ wollte man ähnliches schaffen. Davor allerdings lag eine ganz andere Meldung im Vordergrund und erzeugte entsetzte Gesichter auf den Fans als Christian Neuburger bei einem der letzten Konzerte verkündete es sei Schluss, nichts geht mehr, man sei am Ende und die einzig logische Konsequenz sei die Auflösung der Band nach diesem Album. Ob dies wirklich so eintreffen mag wird die Zukunft zeigen. Zum Glück gibt es Sie derzeit noch und wichtig ist erst einmal die neue Platte. Vorab sei noch gesagt, dass sich die voran gegangen Umstände nicht negativ auf Ihr fünftes Werk ausgewirkt haben. Betont locker gaben sie sich in letzter Zeit, in Interviews ließen sie verlauten das man diesmal auf Keyboards und sonstige Art von Spielereien verzichtet habe und sich stattdessen mit den drei Grundelementen auseinander gesetzt hat. Den einen wird es freuen den anderen nicht, so war es schon immer und wird auch auf der Platte die Fans in zwei Lager spalten. Los geht es mit dem passenden Titel ‚ The Beginning ‚ das förmlich aus sich herausbricht, kein bestimmtes Ziel verfolgt, viele Wege eröffnet an denen überall neue Songs beginnen, sich wieder verlaufen wie ‚ Lost Emotion ‚ oder ‚ Neverending ‚, eigene Ziele verfolgen, sich aber nie zu weit vom roten Pfad entfernen. Ähnlich geht es auch bei der Wahl des Weges den man verfolgt, manchmal kommt das Gefühl auf das eine oder andere schon mal davor irgendwo gesehen zu haben. Doch ist das nur bedingt nachteilig erwähnenswert, zeigt es doch ebenso die diesmal dicht gehaltene und paßgerechtere Platte als es noch früher der Fall war. Richtig emotional wird es beim Vorletzten Stück ‚ Cosmopolite ‚. Hier muss man aufpassen wie weit man geht, will man sich der angestauten Agression von Neuburger ausliefern oder lieber nicht. Die Entscheidung liegt letztens beim Hörer doch ist es auf alle Fälle für jeden eine Erfahrung die man in Erinnerung behalten wird. Nach diesem letzten Rundumschlag setzen sich Slut mit ‚ Get Lost Get Lost ‚ vorzeitig zur Ruhe, eine Ballade zum Schluss. Trotz der für Slut Verhältnisse spartanische Einsatz von Instrumenten konnten Sie im tschechischen Nirgendwo das bestmöglichste herausholen. Jetzt wird es erstmal wieder dunkel im Slut Universum, wie es nun weiter gehen wird wissen wohl nur die fünf jungen Männer aus Ingolstadt.