She Keeps Bees – Eight Houses

Das Duo She Keeps Bees aus Brooklyn ist ein verlässlicher Partner in Sachen Indie-Rock mit Blues-Einflüssen. ‚ Eight Houses ‚ ist ihr viertes Werk und erneut entzücken die darauf befindlichen Songs durch Ihre schönen und zarten Melodien, aber auch durch Ehrlichkeit, Komplexität und Finesse. She Keeps Bees benötigen dazu keine emotionalen Schläge und keine aufdringlichen Übertreibungen, es genügen die lyrischen emotionalen Schwergewichte, „‚Be not completely consumed/ Do not surrender“, zwischen beunruhigender Feindseligkeit und unheimlichen Bedrohungen, die uns in den düsteren Ecken Ihrer Gedankenwelt erwarten. ‚ Breezy ‚ bietet uns beispielsweise eine reißende Stimme, die aus den Tiefe von Jessica Larrabee’s Lunge noch oben schießt und die Atmosphäre mit einer unerschütterlichen Kraft erfüllt, wie es eigentlich nur Künstlerinnen wie Florence Welch oder Torres zu Stande bringen. Die Verbindung zwischen Larrabee und LaPlant wurde eigentlich noch nie in Frage gestellt, aber jetzt hat es den Eindruck, als wären die Beiden noch näher zusammen gewachsen. LaPlant übergab seine Doppelrolle als Produzent Nicolas Vernhes (Spoon, Dirty Projectors, Deerhunter) und dieser hat ohne Zweifel für eine gewisse Straffheit innerhalb der Songs gesorgt. Es verbleiben zwar ein paar düstere Blues-Tracks, doch der größte Teil verwandelt die einst zerbrochene Identität von She Keeps Bees in gleißendes Licht. ‚ Wasichu ‚ und ‚ Greasy Grass ‚ sind weitere Favoriten aus dem neuen Werk. Sie klingen wie eine Liebeserklärung an den dunkelsten Teil des Americana. Es weckt böse Geschichten von Geistern über verlorene Kriege, die nun als einsame Legenden über staubige Straßen gleiten. ‚ Eight Houses ‚ hat eine neue Tiefe und Komplexität gefunden, die mich packt, fesselt und immer wieder zurückkehren lässt. “You are worthy/ I am worthy“, singt Larrabee neben Sängerin Sharon Van Etten im letzten Stück ‚ Is What It Is ‚ mit rauchiger Stimme und gibt uns damit abschließend den sanften Kuss des Todes…

8.0