Pterodactyl – Spills Out

„See Kid-Mil banish Pterodactyl to the Phantom Zone!!“, heißt es in der Erklärung zum aktuellen Videoclip ‚ School Glue ‚, welches ebenfalls Eröffnungsstück aus dem neuen Album ‚ Spills Out ‚ von Pterodactyl ist. Im Klartext: Pterodactyl bleiben auch im Jahr 2011 noch ziemlich verrückt. ‚ School Glue ‚ ist die feste Grundlage und wandert dabei durch jammernde Welten aus stechenden Melodien und Roboter-artigen Gesängen, die sich auf eine kopierende Art und Weise durch virale Tapetenmuster arbeiten. Schlagzeuger Matt Marlin sagte im Vorfeld selbst über das Album: „bridges a new excitement with slightly poppy, more sunnier stuff with the brooding, moody noisy stuff of the past.” Und so hat es dann auch nicht mehr viele überrascht, dass ‚ Spills Out insgesamt etwas sonniger und bemüht angenehmer um die Ecke tänzelt, als noch Ihr selbstbetiteltes Debüt aus dem Jahr 2007. ‚ Searchers ‚ ist dazu ein gutes Beispiel, denn in diesen Minuten kämpfen sich Pterodactyl durch ästhetische Landschaften auf dem Weg zu den wärmenden Sonnenstrahlen. Doch schlussendlich bleibt die Band aus Brooklyn exakt in diesen Momenten ungeheuerlich überzeugend, wenn Sie sich an ausgestorbene Genres vergehen. Der Höhepunkt mit ‚ The Hole Night ‚ ist eine schwindelerregende Dekonstruktion verstörender Trommeln und der geisterhaften Stimme von Kremer: “You take it all apart / to see if you can find that wasted moment“. ‚ Allergy Shots ‚ tuckert durch eine knackige Bassline, die Akkordfolge von ‚ Hold Still ‚ gleicht einem Scooby Doo Theme auf Acid, während ‚ Thorn ‚ wie ein Death-Metal-Intro beginnt. Aber das tolle an Pterodactyl ist, dass die kunstvollen Einflüsse sanft miteinander verschmelzen, die befindliche Ebene aufrechterhalten und zu keiner Sekunde gekünstelt wirken. Ihre Musik ist entspringt den experimentellen Avantgarde-Pop-Wurzeln, mit Texturen, Harmonien und Tod im Überfluss. Aber das sonnige Ambiente und die neu gebrochene Pop-Sensibilität verkünden Veränderungen um die rätselhafte Band aus Brooklyn.

6.8