Peaking Lights – Lucifer In Dub

Derzeit ist es wirklich in gewissen Momenten so, wie damals, als wir noch kein Internet hatten. Ich selbst habe seit rund drei Wochen kein Internet in meiner Wohnung (wir beklatschen kräftig die kaum überschaubare Inkompetenz von Kabel Deutschland und deren Subunternehmer) und bin dementsprechend auf manuelles Material angewiesen. Das wird noch zwei weitere Wochen so gehen und deshalb (stellvertretend für alles andere im Blog) wird leider manches auf der Strecke bleiben. Eine Sache die definitiv erhalten bleiben wird, ist das Album der Woche. Eine feste Konstante und ich verspreche euch, die gewohnte Qualität wid darunter in dieser Zeit nicht leiden: und dazu liefere ich euch den ersten Beweis gleich heute mit dem kommenden ‚ Lucifer In Dub ‚ der Peaking Lights. Es ist eine besondere Sammlung, die uns Aaron Coyes und Indra Dunis aus Los Angeles präsentieren. Darauf zelebrieren sie Krautrock, Minimal House, analoge Tanzmusik, schiefe Pop-Melodien und ziehen damit einen glitzernden Faden durch ein surrealistische Soundsystem. “Before Lucifer even had a song written or a name to it we had the ‘light bulb skull rattle’ that we had to do a dub for whatever was to come out of the studio session at Gary’s Electric”, so die Worte von Coyes über die Entstehung zur neuen Platte. Danach beginnen die Beiden mit Ihrem Song ‚ Cosmick Dub ‚ (ehemals ‚ Cosmic Tides ‚) und stürzen sich dabei unmittelbar in ein schlammiges und düsteres Ungetüm und man kann es in den ersten Augenblicken kaum fassen, dass dieser prachtvoll und ätherische Track von Peaking Lights-Mastermind Aaron Coyes persönlich produziert wurde – wie natürlich alle übrigen auch. Aber das Ergebnis strahlt ungeheure Pracht und Vielschichtigkeit aus und Coyes lässt uns darüber weiteres wissen: „After spending the better half of the year on tour we managed to finally settle in to a spot in Echo Park where we set up a small studio and got physical with dubbing out the Lucifer LP. We have always loved the challenge of approaching the music we make from a new angle, and although the dub aspect to the music we make may be there in structure this is the first time we have laid it down by playing as the engineers.” Aber ingesamt ist eigentlich diese kurze Aussage, „curbed ever so slightly“ stellvertretend für das gesamte Album. Es spielt sich alles wie eine Verzögerung in unseren Gehörgängen ab und lässt diese Mischung aus Kraut-Rock und Acid-House so faszinierend erscheinen. Man darf sich also sehr auf die bevorstehende Veröffentlichung freuen!