Parov Stelar – The Princess Part 2

Ein kleiner Wermutstropfen verlässt im zweiten Teil die Anhängerschaft von Parov Stelar. Denn auf ‚ The Princess (Part 2) ‚ findet sich lediglich eine Kollektion an Songs, die bislang unveröffentlicht oder auf Vinyl erschienen sind. Aber trotzdem versteht es der Mann aus Österreich die Bodenbeläge der Tanzflächen ordentlich auf Ihre Belastbarkeit zu prüfen. ‚ Jimmy’s Gang ‚ ist eine basslastige Electroswing-Nummer, deren Spaßfaktor sich bereits in den ersten Sekunden in schwindelerregende Höhen katapultiert. Was soll man schreiben. Parov Stelar ist ein Pionier in diesen Bereichen, alles andere sind fragwürdige Kopien. Viele kennen die letzten Veröffentlichungen, wie ‚ The Paris Swing Box ‚, ‚ Wanna Fete ‚ und ‚ The Phantom ‚ aus den letzten Jahren, meist waren es digitale oder Vinyl-Veröffentlichungen – nun gibt es das Ganze auch als Compact Disc. Doch bis der Hörer dieses konzentrierte Bündel an bekannten Songs erreicht, verzaubern Parov Stelar und Cleo Panther die köchelnde Party mit dem ebenfalls neuen Song ‚ Sally’s Dance ‚. Cleo Panther ist für Ihre Kollaborationen mit Parov Stelar bekannt, aber auch durch Ihren langjährigen Weg durch die verschiedenen Sphären: Musik, Kunst und Tanz. “My major interest is verbalizing a feeling and transmitting a vision. “ Der gemeinsame Song ist ein hypnotisches Fest aus lautstarken Trompeten, antreibenden Rhythmen und müheloser Begeisterung. ‚ Sally’s Dance ‚ gehört zu den besten Electroswing-Nummern, die bisher in der erfolgreichen Karriere von Stelar erschienen sind. Anschließend folgt mit ‚ Booty Swing ‚ eine bekannte und weiterhin mit deutlichen Anleihen zu ‘ charleston butterfly ‘ versehene Nummer, deren Melodien jedoch bewusster durch die elektrifizierenden Rhythmen gleiten. Es ist eine elektronische Zauberei ohne Grenzen. Eine Stimulierung für sämtliche Nerven, eine Betörung im hymnischen Ausmaße. ‚ Baska Brother ‚, ‚ The Snake ‚ und ‚ The Paris Swing Box ‚ folgen, dazwischen der etwas in Vergessenheit geratene Track ‚ The Phantom ‚ – hier in der 1930er Version. Erschienen im Juni 2010 werdet Ihr rasch merken, neben der damaligen Radio Version und der Extended Version ohne Frage die beste Variante. Dem Jahrzehnt entsprechend, bestimmen Swing/Blues/Jazz das Geschehen – verpackt in einer herausragenden Elektro-Hülle. ‚ Wanna Fete ‚ erschien im letzten Jahr samt den beiden neuen Songs ‚ Diamonds ‚ und ‚ LE PIAF ‚ unter dem Namen ‚ La Fete EP ‚, die ebenfalls am 20. April 2012 als Vinyl-Ausgabe erscheinen wird. ‚ Wanna Fete ‚ selbst ist aber nur eine sanfte Abwandlung zum Überhit ‚ Wanna Get! ‚ aus dem Jahr 2004. Da mit dieser Kollektion natürlich ein äußerst hohes Niveau geboten wird, fallen die neuen Songs umso deutlicher in das Augenmerk des Hörers. So versprüht ‚ Oh Yeah ‚ leider nur einen bedingten Spielwitz und verheimlicht damit fast ein wenig die cineastischen Qualitäten von ‚ The Vamp ‚. Ebenfalls mit druckvollen Bässen ausgestattet, zelebriert Parov Stelar hier eine verdammt groovende Jazz-Nummer, deren erstklassige Arrangements grenzenlose Begeisterung fordern. Und weil gerade (einmal mehr) die Superlative ausgepackt werden – Parov Stelar hat noch einen vernichtenden Trumpf in den Händen: In Kollaboration mit Jerry Di Monza entstand mit ‚ A Song For You ‚ eine sehnsüchtige Nummer, die mit einem bedächtigen Aufbau beginnt, sanfte Jazz-Elemente aus dem Hintergrund einfließen lässt und dabei kontinuierlich die Synthies nach oben schraubt. Ab der Hälfte folgt plötzlich ein gnadenloser Sturz in die Tiefe, wir befinden uns in einem Neuaufbau – und erscheint es beim ersten Mal noch als nerviges Zwischenspiel – eröffnet es sich in den weiteren Verläufen als genialer Geniestreich. Abschließend bleibt der zweite Teil von ‚ The Princess ‚ ein ebenbürtiger Gegner zum Hauptakt, der als Platte der Woche einen Tag vor Veröffentlichung im Blog erscheinen wird.