Panic! At The Disco – Death Of A Bachelor

Das revolutionäre Debüt »A Fever You Can’t Sweat Out« erwies sich für Panic! at the Disco als Segen und ein Fluch für die Band zugleich. Es folgte ein hartnäckiger Schatten auf dem Nachfolger. »Pretty Odd« huldigte den kaleidoskopischen Einflüssen der 70er Jahre, während das dritte Album »Vices & Virtues« die Pop-Rock-Hymnen für sich eroberte. Die jüngste Versuch der Band, »Too Weird To Live, Too Rare To Die«, machte seinem Namen alle Ehre und auch wenn alle Alben die Neufindung von Urie ehrgeizig vorran trieben, so fehlte doch die Singularität, welches das Debüt-Album so außergewöhnlich erschienen ließ. »Death Of A Bachelor« knüpft erneut am musikalischen Fortschritt an und präsentiert sich in zwei Hälften. Eine Seite erinnert unter anderem mit »Don’t Threaten Me With A Good Time« und »The Good The Bad And The Dirty« an die früheren Songs von Brendon Urie, die andere Seite widmet sich den erhabenen Hymnen. Auch die letzten Songs haben einen gewissen Charme, wenn Sie durch die pseudo-Glam-Furniere brechen. Ein fester Bestandteil aller neuen Songs ist die Anspielung des Frontmanns auf das ständig wechselnde Line-Up der letzten Jahre. Nach dem ersten Durchlauf kann man daran glücklicherweise keinen Nachteil als Hörer entdecken. »Death Of A Bachelor« ist eine verdammt spannende Fahrt, welche niemals zur Ruhe kommt. Die Ausstrahlung und Exzentrizität von Urie gleiten letztlich durch seine atemberaubende Stimmakrobatik und hinterlassen ein überragendes Gesamtergebnis. »Death Of A Bachelor« ist ein guter Platz und lädt zur ausgiebigen Verweildauer ein.

7.0