Painted Palms – Forever

Mit ‚ Carousel ‚ beglückten uns die Painted Palms im Jahr 2011 mit Ihrem verträumten Indie-Pop Stück ‚ All Of Us ‚ und davon begeistert war auch Kevin Barnes von Of Montreal, der die Painted Palms kurz darauf zu einer landesweiten Tournee einlud. Im Jahr darauf erschien Ihre phantastische Single ‚ Carousel ‚ und begeisterte die Massen mit Ihren schwingenden Melodien, den gehauchten Gesängen und zeigte die freudvollen Anregungen verwöhnter Synths. Durch die übereinander gelegten Töne und Texturen erblüht darüber der elektronisch-dominierende Sound samt hypnotisierenden Gitarren-Hooks zu einer berauschenden Atmosphäre. Man mochte die Painted Palms daraufhin nicht mehr missen. Groß natürlich die jetzige Freude über das gelungene Debütalbum ‚ Forever ‚ welches erneut äußerst angenehm auf den Ohren liegt – profitierend durch eine sorgfältige Produktion und getränkten Psych-Pop, der wiederum tiefe Geräusche aus ansonsten unaufälligen Orten extrahiert, manchmal putzig manchmal süß, und diese in ein glitzerndes Gesamtbild verwandelt. Textlich bewegen sich die Painted Palms auf einer explodierenden Weltflucht in zugrunde liegender Traurigkeit und oftmals klingt es wie das erste große Abenteuer eines Jugendlichen. Das zweite Stück ‚ Here It Comes ‚ verzückt mit einer verrückten Tasten-Reihenfolge auf dem Keyboard, während das gleichnamige Titelstück mit seinen vokalen und perkussiven Schichten den Weg für einen melodischen Refrain durch die kreative Unordnung schaufelt. „Thinking about myself too much I can see that/ I don’t know what to be.“ Nachdenklichkeit ist ebenfalls fest im Debüt verankert und diese lässt scheinbar unbehelligt eine sanfte introspektive Stimmung entstehen. Das folgende ‚ Soft Hammer ‚ ist ein verträumtes Sommerlüftchen im Stile der Shines, ‚ Angels ‚ wiederum stützt sich auf üppige Instrumentierungen und melodische Wendungen der Grizzly Bears. ‚ Spinning Signs ‚ hüpft mit wabbernden Synths und einem hochstechenden Refrain in einen durchdringenen Optimismus, ‚ Sleepwalking ‚ darf man wörtlich verstehen und ‚ Empty Gun ‚ verführt die Ohren gegen Ende nochmals mit unwiderstehlichen Melodien und bunten Schleifen, die munter durch die Strophen trällern und letztlich an das akustische Stück ‚ Angels ‚ übergeben. ‚ Forever ‚ ist von Reese Donolue und Christopher Prudhomme die einfache Antwort auf die Probleme des Alltags. Zugegeben, vielleicht ist die kurzsichtige Art der Selbsttherapie nicht für jeden geeignet, doch bei den meisten wird diese auf ganz wundersame Weise funktionieren. Alleine das ausprobieren wird darüber Klarheit verschaffen.