Metric – Art Of Doubt

Bei Metric darf man auch immer gerne wehmütig in die Vergangenheit blicken. Zu sehen sind dort Ihre ebenso bekannten Kollegen wie The Dears, The Hidden Cameras, Hot Hot Heat, The New Pornographers oder die Stars. Sie alle sind Fahnenträger der Indie-Musikszene ihres Landes Kanada. In ihrer jetzt genau 20 Jahre alten Karriere haben Metric sechs Studioalben veröffentlicht und präsentieren uns nun ihr neues Album „The Art of Doubt“. Dieses ist dicht und gelegentlich in neuen Gefilden unterwegs, fühlt sich aber nicht immer zufriedenstellend an.

Bei „Dark Saturday“ verzücken uns Metric mit einem Rückblick in den früheren wütenden Punk und lassen uns in Nostalgie schwelgen. Im Kontrast dazu schwebt „Love You Back“ leicht wie eine Feder und begeistert mit den funkigen Synth-Hooks. Auch wenn Haine’s Gesang eingängige und rhythmisch pochende Energie erzeugt, fühlt sich der Song letztendlich an, als würde ihm etwas fehlen. Die schrillen Töne auf „Die Happy“ sind mit dunklen Echos und kalter Energie angereichert, so dass ihre Vintage-Synths wie ein kleiner Pop-Juwel erstrahlen.

Obwohl „Art of Doubt“ mit einigen ziemlich guten Songs daher kommt (vielleicht sogar mit einigen der besten in den letzten Jahren), ist die Platte nicht ohne Fummeleien und Unzulänglichkeiten. Insgesamt fühlt es sich etwas uninspiriert an. Die Band geht selten Risiken ein und spielt den größten Teil der fast einstündigen Laufzeit auf Nummer sicher. „Love You Back“ hat einen „la-la-la“ -Hook, der sich als banal und einfallslos erweist und die Ballade „Seven Rules“ baut auf einem glanzlosen Gitarren-Arpeggio auf, das dem Track eine leidliche Monotonie verleiht.

Und so ist „Art Of Doubt“ ein zweigeteiltes Album, dass keine Risiken eingehen wollte. Dafür gefällt mir am Ende ihr Meisterwerk – inspirierend, langsam, sanft und gefühlvoll. So muss ein Album zu Ende gehen!