Maija Sofia – Bath Time

Die Songs von Maija Sofia sind die beruhigenden, aber herausfordernden Stränge einer tieferen Bewusstseinsebene. Es sind die langen dunklen Nächte, während der Regen von den Dächern tropft, die uns eine erschöpfende Fülle von Zeit zum Nachdenken und Verweilen gewähren. In diesem Raum scheinen Aufnahmen wie Maija Sofia’s „Bath Time“ zu liegen. Wenn wir uns in die Lage eines anderen versetzen, öffnet sich eine völlig neue Welt des Einfühlungsvermögens, und genau das macht die Sängerin aus Galway auf ihrem transzendenten Debütalbum, dass die Attitüde des Punks in träumerische Folk-Balladen verpackt.

Ihr Sound ist unglaublich ausgereift und vermittelt den Eindruck einer weisen älteren Schwester, die eine Mischung aus Aberglauben und Geschichten nostalgischer persönlicher Anekdoten erzählt. Ihre Stimme ist dabei der Star des Albums. Zierlich und reich zugleich, trägt sie perfekt die Art von Folk und „hausgemachtem“ Sound, von dem sie inspiriert ist. Das Album besteht aus neun Liedern, die historische weibliche Figuren aufnehmen und ihre Geschichten nutzen, um eine packende und schöne Sammlung zu schaffen.

Von Bridget Cleary, einer irischen Frau, die bei lebendigem Leib von ihrem Ehemann verbrannt wurde, der glaubte, sie sei von Zauberinnen mitgenommen worden, bis zu Edie Sedgewick, einer Muse für Andy Warhol. Die hallgetränkte Gitarre ist die perfekte Begleitung für Sofia’s eindringlichen Gesang auf dem brillanten Stück „Hail Mary“. Die heilige Mutter zu nehmen und sie den menschlichen Wünschen und Verletzlichkeiten gegenüber zu stellen und sie als eine gebildete Frau anstatt als eine unbeschädigte Gottheit darzustellen, ist ein unglaubliches Stück Songwriting, das die Heuchelei der katholischen Kirche zeigt, wenn es um Sexualität geht.

Sofia formt bekannte Geschichten um und erinnert uns an die universelle Ungerechtigkeit, die Frauen in jeder Ecke der Welt in sich tragen. Sofia’s Songwriting-Stil hat eine zeitlose Qualität, die mit jedem Hören bedeutsamer wird.