SCORPIO von MADISON MCFERRIN: Ein intensives Klangritual zwischen Herzbruch, Heilung und himmlischer Selbstermächtigung.
„SCORPIO“ von Madison McFerrin ist kein gewöhnliches Break-up-Album. Es ist ein akustisches Sternzeichen, ein Selbstporträt in Vokalschichten, geschrieben mit dem Geld für eine geplante Hochzeit, produziert mit der Entschlossenheit einer Frau, die ihren inneren Kosmos neu vermisst hat. In 13 kurzen, intensiven Stücken spannt McFerrin einen Bogen von zerbrochener Liebe bis zu kosmischer Klarheit – mit nichts als ihrer Stimme, Loops und minimalistischer Produktion als Kompass.
Das Album beginnt mit einem abrupten Stich: „Heartbreak“ dauert keine zwei Minuten, aber lässt einen leer zurück. Kurz darauf folgt die Sinnkrise in „I Don’t“, einem Song, der schon durch das Video mit brennenden Blumen ein Gefühl von Abschied in Schönheit evoziert. „We were supposed to get married today“ – dieser eine Satz sitzt wie ein Knoten im Bauch. Und doch: Madison McFerrin bleibt nicht im Schmerz stecken. Sie verwandelt ihn. In „Ain’t It Nice“ groovt sie über Täuschung hinweg, während „Spent“ und „blue“ ihre melancholischen Harmonien wie ein zerfließendes Selbstbild auf die Hörerinnen übertragen.
Der Albumtitel und das Cover zeigen nicht nur eine Frau im Halbdunkel, sondern symbolisieren ein astrologisches Element: „SCORPIO“ steht für Transformation, für Tiefe, für geheimnisvolle Stärke. Und genau das geschieht hier – Madison taucht tief, reißt Wunden auf und lässt sie musikalisch heilen. Tracks wie „Lesson“ und „Your Garden“ streifen das Spirituelle, das Zeremonielle. Mit Loop-Pedals und ihrer unverkennbaren Stimme baut sie Kathedralen aus Klang. Der letzte Song heißt „The End“, aber eigentlich ist es ein neuer Anfang – leise, aufrecht und stark.
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