Lykke Li – So Sad So Sexy

Die neue Platte von Lykke Li benutzt eine elektronische, von Fallen gespickte Grundlage, um Gefühle wie Herzschmerz und den quälenden Zyklus widersprüchlicher Liebe zu vermitteln. Synth-Pop ist für Li ein neues Terrain und die meisten Künstler, die zum ersten Mal mit Elektronik experimentieren, schaffen oft ein Durcheinander an Klischees. „so sad so sexy“ ist aber größtenteils erfolgreich und beginnt mit einem ziemlich starken Song. „Hard Rain“ lässt Vocoder-Harmonien unter dem Mantel flackern, dazu gesellen sich elektronische Percussions und weiche Synths, die die ersten Strophen des Songs förmlich überfluten.

In Zusammenarbeit mit Rapper Aminé ist „two nights“ ein langsamer ambivalenter Jam zu spärlichen Instrumentals. Co-produziert von T-Minus und Malay, hat „deep end“ einen ähnlichen Hip-Hop-Vibe, in dem Li zu einem anmutig trapsartigen Beat singt und den Track damit um eine ausdehnende Note bereichert. Daneben gibt es aber auch langsamere, direktere Songs, wie „last piece“ und „utopia“. Letztlich ist „so sad so sexy“ eine ungewöhnliche Mischung aus Pop und R&B-Inspirationen – nicht unbedingt ihr bisher bestes Studioalbum – dafür eine großartige Neuerfindung der Lykke Li.

7.4