Love Fame Tragedy – Wherever I Go, I Want To Leave

Love Fame Tragedy ist das Solo-Projekt von Matthew „Murph“ Murphy von The Wombats und beschert uns den Nachhall intensiver persönlicher und bekenntnishafter Gefühle in einer Sammlung von siebzehn Tracks. Das Projekt begann mit einer Reihe von Songs, die Murphy 2016 schrieb und die nicht ganz zum Ton des vierten Albums von The Wombats passten. Sein neues Album unter dem Namen Love Fame Tragedy mit dem Titel „Wherever I Go, I Want To Leave“ ist eine üppig ungehemmte Sammlung von Songs, die beschauliche Indie-Banger und Synth-Pop-Sounds vereint.

Das erste Stück „5150“ beschäftigt sich mit dem modernen Eskapismus. Der Titel bezieht sich tatsächlich auf das kalifornische Gesetz von „Personen, die aufgrund von Anzeichen einer psychischen Erkrankung eine Gefahr für sich selbst oder andere darstellen“. Murph sprach über den Song und sagte dazu: “In this case it refers more to how I occasionally feel a need to escape, regardless of the repercussions.” Wenn der Wunsch, impulsiv zu sein, groß ist, kann sofortige Befriedigung einen dazu bringen, etwas anderes zu tun: “Sorry, but some days aren’t so pretty / I wanna hit the brakes but I hit the gas”.

Aufgenommen zwischen Los Angeles, London und Sydney, hat Murphy in diesen Metropolen auch einige bemerkenswerte Gäste zu sich eingeladen: Joey Santiago von den Pixies, Mark Stoermer von The Killers, Dan Smith von Bastille, Eleanor Fletcher von den Crystal Fighters, Joji Malani (Gang of Youth), Gus Unger-Hamilton von Alt-J, Kanye West, Frank Ocean und Mac Miller-Schlagzeuger Matt Chamberlain, Arts vs. Science’s Dan Williams, Lauren Aquilina, Jack River und Maddi-Jean Waterhouse. Womöglich auch wegen dieser geballten Qualität könnte man schnell vergessen, dass „Wherever I Go, I Want To Leave“ ein Debütalbum ist, da es sorgfältig ausgearbeitet und unglaublich poliert klingt. 

Mit seinen eingängigen Melodien, schwerherzigen Texten und seiner großartigen Produktion ist dieses Album zwar weder originell noch nachhaltig, aber absolut faszinierend in seiner Gesamtheit und beweist, dass Matthew Murphy als Solokünstler wohl nicht mehr aufzuhalten ist.