Literature – Chorus

Auf diesem Album erwartet uns eine Fröhlichkeit und Lebensfreude, die mit Ihrem frenetischen Power-Pop und dem Gefühl alles in Ordnung zu halten, den Klang und die Ästhetik von Philadelphia aus in die Welt entsendet. Alles wird immer in Ordnung sein. Mit diesem Album benötigt es keine Zweifel daran. ‚ The Girl, The Gold Watch and Everything ‚ ist ein in zuckerhaltige Untertöne abtauchender Titel zu parallel steigenden Melodien, während uns ‚ Court/Date ‚ im unklaren darüber lässt, ob es sich hierbei um eine zarte Liebesbeziehung handelt, oder um einen Termin beim Richter. Der einzige Nachteil am Track ist, dass dieser viel zu früh endet. Das Album wurde mit analoger Ausrüstung aufgenommen und als solches bekommt man einen charmanten und ordentlichen Sound geboten. “Time I’ve got is fading faster/ Take me back I’ll hunt and gather”, resümieren Literature in ‚ The English Soft Hearts ‚ und zugleich beinhalten alle Songs so viele jingle jangle’s wie ein Schmuckkästchen Ketten, Ohrringe und Armreife. Allerdings ist es unmöglich dem Gefühl zu entkommen, dass alles schon mal gesehen wurde und das auch Literature nicht ganz ihre Vorfahren hinter sich lassen konnten. Aber das ist nicht unbedingt als Nachteil zu sehen. ‚ Chorus ‚ klingt wie ein auf englisch gemachtes Werk einer amerikanischen Band um 1984. Ihr Sound umfasst dementsprechend viel Geschichte. Die kribbelig Begeisterung der Feelies, der funkelnde Glanz von Johnny Marr’s Gitarre und die Romantik der Buzzcocks. In mancher Hinsicht ist es ein wenig aus der Mode gekommen, sich als reine Gitarrenband zu verkaufen. Literature machen es trotzdem und sie machen es mit Erfolg.