Lady Gaga – The Fame

Sie hatten es uns schon schmackhaft gemacht, die liebe Plattenindustrie mit Ihrem neuesten Coup Lady Gaga. Dabei gibt es die gebürtige New Yorkerin schon seit mehreren Jahren, allerdings unter Ihrem bürgerlichen Namen Stefania Gabriella Germanotta. Lady Gaga ist Sie auf der Bühne und hat sich damals mit der Dance-Pop-Hymne ‚ Beautiful Dirty Rich ‚ in der Clubszene der Lower East Side schon länger einen Namen gemacht. Ihr etwas eigentümlicher Künstlername stammt übrigens vom Queens ‚ Radio GaGa ‚ Klassiker, von denen Sie selber großer Fan ist. Erwähnenswert wären noch Ihre selbst geschneiderten Bühnenoutfits die sich nach und nach während den Shows in Luft auflösen und die Tatsache, das hinter alledem doch eine smarte und clevere Frau verbirgt. Die im zarten Alter von vier Jahren Klavierspielen lernte und vor Ihrer eigenen Karriere Songs für die Pussy Cat Dolls geschrieben hat. Nun drängt es also Miss Germanotta aka Lady Gaga selbst vor den Mikrophonständer und präsentiert mit ‚ The Fame ‚ dreizehn Songs, die Sie nun Ihr eigen nennen darf. Die Vergangenheit soll darin verarbeitet worden sein genauso wie Wünsche, Träume und Sehnsüchte, eben alles was ein poppiges Dancealbum so ausmachen muss um bei den Leuten gut anzukommen. Dabei beginnt das Ganze mit dem Eröffnungsstück ‚ Just Dance ‚ noch sehr verheißungsvoll. Selbst abgeneigte Menschen solcher, für den Massenmarkt kompatibel gemachte Künstler, dürften nicht drum herum kommen bei dem ausgelassenen Vibe die Beine zu schwingen. Der Track hat tatsächlich viel Substanz und klingt nach einem lupenreinen Dancefloor Kracher. Auch beim nächsten ‚ Love Game ‚ werden die Regler bis zum Anschlag nach oben gefahren und präsentiert sich ebenfalls über dem Durchschnitt. Mit den Produzenten RedOne und Space Cowboy (Fatboy Slim, James Sutton u.a.) standen Lady Gaga auch zwei gestandene Profis in Ihrem Fach zur Seite. ‚ Beautiful Dirty Rich ‚ berichtet über die Phase Ihrer Selbstfindung, über das Partyleben und den Drogenexperimenten. Das die schöne New Yorkerin es auch mit Kitsch und Hang zum seichten hat, beweist sie eindrucksvoll auf ‚ Nothing I Can Say (Eh Eh) ‚ und ‚ Brown Eyes ‚. Beides Songs für die etwas jüngere Zielgruppe mit dem Themen Beziehung und der Suche nach einem neuen Freund. Mit ‚ Poker Face ‚ folgt eine abgespeckte Version Ihres ‚ Just Dance ‚ und ‚ Again Again ‚ dürfte wohl Lady Gaga´s Lieblingsnummer sein wenn man Ihren leichten Drang zum Exhibitionsmus berücksichtigt. Damit wäre aber an dieser Stelle schon alles erwähnenswerte gesagt. Schade drum das die Sängerin aus New York nach Ihrem hart erkämpften Glück auf ‚ The Fame ‚ nichts Neues bringt und sich in den gängigen Einheitsbrei nahtlos einreiht. Hier war wieder einmal die Angst vor was Neuem stärker als der Drang etwas kreatives zu schaffen. Lady G kann man hier wenig die Schuld geben, da Sie ohne Zweifel das Zeug zu mehr hätte.