Joss Stone – Colour Me Free!

Ihre Karriere startete 2003 mit dem Multi-Platinum Debüt Album ‚ The Soul Sessions ‚, ging über den Mercury Prize ein Jahr später, daraufhin folgte die Multi-Platinum Platte ‚ Mind, Body & Soul ‚ mit Einstieg auf den ersten Platz in den englischen Charts und endete bei Ihrem dritten Langspieler ‚ Introducing Joss Stone ‚ im März 2007 mit Gold Status der RIAA. Mittlerweile hat Joss Stone über 10 Millionen Platten an die Menschen gebracht und gehört damit zu der Soulsängerin ab 2000 mit den meist verkauften Alben in England. Dazu jede Menge Preise und Auszeichnungen, kleine Filmrollen und Auftritte als Schauspielerin im Fernsehen wie 2009 bei „The Tudors“. Es ist eigentlich eine äußerst umfassende Aufzählung die an dieser Stelle Platz bedingt abgebrochen werden muss und den großen Sprung zum aktuellen Werk ‚ Colour Me Free! ‚ der Jocelyn Eve Stoker aus Kent, England. Und damit sollte Ihr bisher bestes Album aus der Feder geflossen sein. Warum? Weil es noch echte Handarbeit in vollkommener Eigenregie ist. Weil sich Joss Stone auch nach drei erfolgreichen Alben mit weltweitem Erfolg nicht Ihre Prinzipien verloren hat und weil Sie so unglaublich natürlich und scheinbar mühelos mit Ihrem grandiosen Erfolg umgehen kann. Beneidenswert? Vielleicht. Vielleicht in einem Körper samt Geist, die dem von Joss Stone gebührend ähneln könnte. Doch bis dahin konzentrieren wir uns mit verträumten Gedanken der vollkommenen Hingabe Ihrer Songs. Songs die tief aus dem Herzen entstanden sind, keine Staubsauger oder Versicherungen verkaufen wollen, sondern eine Vielzahl an berührenden Themen mit eigener Identität. Zum Glück hatte Ihr Label Geduld und ließ Joss Stone die Zeit um so ein großartiges Werk von allen Seiten ausreichend zu Beleuchten. Zwar wird selbst bei der besten Ausleuchtung kein zweites ‚ The Soul Sessions ‚ entstehen, dafür aber ein begeisterndes Werk mit viel Optimismus und einem guten Gefühl beim Endverbraucher, dem Hörer. Ein weiterer Punkt der in Tagen wie diesen besonders positiv ins Gewicht fällt, ist das Entdecken nach dem ersten Durchlauf. Man wird feststellen, nicht alles worüber Joss Stone singt sind unbeschränkte Glücksmomente, denn oftmals verpackt Sie das Ganze geschickt in fröhlichen Up-Beat Nummern mit geheimnisvollen Gefühlen, oder singt darüber, wie unglaublich beschämend Männer gegenüber Frauen sein können: „So many days I might have wasted/ Staring at the picture fading/ Get the camera off my face now/ Time’s running out/Stop pushing me down/ You’re incredible, you shock me daily/ Unforgettable, now get some help/ Can I mention you sent me to your hell.“ So sieht wohl konstruktive Kritik aus. Joss Stone beweist auch nach sechs Jahren perfektes Feingefühl ohne versteckte Nebenwirkungen und spricht damit eine klare und unmissverständliche Kaufempfehlung Ihrer neuen Platte ‚ Colour Me Free! ‚ aus- der man unbedingt Folge leisten sollte.

7.2