Jonathan Jeremiah – A Solitary Man

Naja will man meinen, wenn die Klänge das erste Mal die eigenen Gehörgänge erklimmen. Und erstaunt der Blick wenn hintergründige Informationen wie ein langsames Fließband am geistigen Auge vorüberziehen. Jonathan Jeremiah hat fast ein ganzes Jahrzehnt an einem Sound zwischen Folk und Soul gearbeitet. Das Ergebnis präsentiert uns der Mann aus London nun auf seinem Werk ‚ A Solitary Man ‚ mit zeitlosen Songs und seiner gefühlvollen Stimme. Er ist die gefühlvolle Stimmung eines Tom Jones in den späten 1960er Jahren. Er spielt wunderschöne Solo-Akustik-Sets und produzierte sein Album in den analogen Studios in Dollis Hills. Darin zu hören sind unter anderem Kollaborationen mit The Heritage Orchestra, einer jungen Gruppe aus klassischen Musikern und Jules Buckley, der sämtliche Streicher-Arrangements ‚ A Solitary Man ‚ übernahm. Doch kommen wir gleich zu den empfehlenswerten Songs auf dem Album: da wäre zum Beispiel die wunderschöne Single ‚ Sea ‚, ‚ Happiness ‚ und ‚ A Solitary Man ‚ sind dagegen zwei Stücke, die während der Reise quer durch Amerika entstanden, letzteres durch eine 90 Jahre alte Großtante, die er in Kalifornien traf. Des Weiteren die künftigen Single ‚ Lost ‚ und das gefühlvoll stapfende ‚ Heart Of Stone ‚. Aber man muss wirklich sehr genau hinsehen um Details dieser Art zu erkennen. Jonathan Jeremiah ist 30 Jahre alt, lebt in Amerika und verzichtet auf die großen Hits. Jonathan ist eindeutig der Mann für Alben. Doch leider stört viel mehr die unelegante Banalität in den Texten, die Verwirrungen in Bezug auf Frauen. Es gibt hier viele Frauen, die er entweder liebt oder nicht versteht, oder auch die Ihn nicht verstehen. Dazwischen immer mal wieder unverständliche Zeilen wie „I’m gonna do the best I can to keep yourself satisfied”. Mhm. Aber was dem Mann an Substanz fehlt, gleicht er mit seinem altmodisch musikalischen Flair wieder aus.