James Yuill – Movement In A Storm

James Yuill ist englischer Electrofolk-Musiker aus London, steht derzeit bei Mosh Moshi Records unter Vertrag und veröffentlichte im Jahr 2008 sein Debütalbum ‚ Turning Down Water For Air ‚. Er selbst beschreibt sich als, „a one-man band armed with a laptop, mixing decks and an acoustic guitar“, und arbeitet zudem als Remixer unter dem Pseudonym Hunger/Thirst. Im Einsatz war er dort bereits für Tilly & The Wall, The Answering Machine und Au Revoir Simone. Doch nun hat James Yuill wieder Zeit gefunden, Zeit um sein zweites Werk ‚ Movement In A Storm ‚ zu veröffentlichen, mit zehn neuen Songs und einem netten Tanz zu kühlen Temperaturen. ‚ Give You Away ‚ beschreibt dann bestens das eben gemeinte: Kalter Electronic-Pop, distanziert und nur selten einprägsam. Nett eben. Die Melodien bewegen sich unaufgeregt, nachdenklich und geraten nur sehr selten in eine frische Brise des einfallenden Abendsommerlichts. Böse gesagt darf man sich bereits nach dem dritten Stück fragen, warum ein Mann wie James Yuill auf dem renommierten Label Moshi Moshi Records untergekommen ist – oder besser gesagt: Wie. Das Talent mögen wir dem Mann nun an dieser Stelle wirklich nicht abschreiben, doch ‚ Movement In A Storm ‚ ist von einer leeren Starre erfüllt, die mehr an einen tropfenden Eiszapfen in den kalten Wintermonaten erinnert, als an schweißtreibende Vibes in sommerlichen Clubnächten. James Yuill erreicht am ehesten noch den Hörer mit den Folk-getränkten Melodien, wie in ‚ Crying For Hollywood ‚ und ‚ Foreign Shore ‚. Wobei das Gefühl einer spürbaren Distanziertheit nicht abweichen will. Gelungen ist dagegen ‚ On Your Own ‚ mit lieblichen Beats und ‚ Wild Goose At Night ‚, das fast schon an eine akustische Ballade erinnert. Tief ist dagegen der Fall im Stück ‚ My Fears ‚ mit dem absenken wohlwollender Temperaturen und auch ‚ Ray Gun ‚ begeistert nicht gerade mit Ideenreichtum. ‚ Movement In A Storm ‚ klingt schlussendlich wie das alte Mixtape eines Freundes, meist frustrierend und so gut wie nie scheint sich die Platte zu entwickeln. Und so darf man am Ende sehr froh darüber sein, das unsere Füße in dieser Jahreszeit zum Glück nicht mehr durch permanente Bewegungslosigkeit am Boden festfrieren können.