House Of Dolls – Welcome To The Department Of Nuclear Medicine

„Heyman I throuhgt you were my friend/ But then you did the same old shit as everybody else/ I destroy you in ervery waking thought/ I fantasie of your demise it helps me get along“, heißt es im Eröffnungsstück ‚ I Thought You Were My Friend ‚ und was würde dazu besser passen, als laute Lärmattacken, einhämmernde Gitarren-Riffs und jede Menge Hall. Die House Of Dolls muss man sich dazu nachts in einem verqualmten Sixties-Club in Dublin vorstellen, wenn dort die Herrschaften mit Sonnenbrillen und Lederjacken, in dichte Nebelschwaden gehüllt, auf der Bühne stehen und die meterhohen Gitarren-Wände mit dem Hang zu halluzinogener Rock-Musik ohne Rücksicht auf Verluste dem Erdboden gleich machen. Das sind die House Of Dolls. Aber das soll lange nicht alles von Ihnen gewesen sein. Denn aus diesen einstürzenden Mauern entstehen nicht selten wunderschöne Neubauten, geschmückt durch schmeichelnde Melodien und einer rhythmische Stringenz, die anschwellende Druckwellen ungemein geduldig in die Länge ziehen kann. ‚ Photograph ‚ ist eines dieser aufgeworfenen Kraterlandschaften nach dem großen Knall. Hier entstehen aus den anfänglichen und möglichst variationslosen Gitarren-Ausdünstungen, Stücke wie das anstreibende ‚ Into The Voice ‚ oder das aggressiv drückende ‚ Light Starts To Fade ‚. Es sind die Befreiungsschläge, die hilfreichen Soundattacken gegen Ermüdungserscheinungen. Und während in ‚ All I Need ‚ langsam die Erdoberfläche niedermäht, lassen wir uns von Frontmannn Stephen White die Frage nach dem Album-Titel beantworten: Für Ihn ist Nuklearmedizin da, um zu hielen, aber ebenso „a cool way to say „really good drugs…!!“ So it has a double meaning for us really…I think both way kinda suit what our music is all about.“ Und so bleibt ‚ Welcome to the Department of Nuclear Medicine ‚ bis zum Ende eine musikalisch dunkle und zerstörende Macht mit dem Hang, die eigene Verwüstung kurz darauf in glanzvoller Art und Weise neu zu errichten.