Honningbarna – Honningbarna

„Honningbarna ist mehr als nur Rockmusik. Honningbarna ist cooles Hipstertum gepaart mit wütendem Protest gegen Politik und Establishment“, so steht es hier geschrieben und gerne würde man den Worten zustimmen, doch zumindest auf Sicht der Texte muss man dieser Aussage wohl einfach glauben schenken. Denn die sechs jungen Musiker singen ausschließlich in Ihrer norwegischen Heimatsprache und musikalisch darf man sich Honnongbarna exakt so vorstellen, wie Musik aus dem Land der harten Rockmusik für gewöhnlich klingt: gradlinig und gut abgehangener, skandinavischer Schweinerock. Der Opener ‚ La Alarmane Gå ‚ gibt einen angriffslustigen Kampfschrei von sich, danach kämpft sich der 1,60 Meter kleine Mann und Sänger durch wütende Instrumente, die besonders im zweiten und gleichnamigen Stück enorm das Tempo anziehen. Was dem Album allerdings an Aggression und Adrenalin im Überschuss vorhanden scheint, fehlt den Norwegern im weiteren Verlauf an stilistischer Vielfalt. Honningbarna (zu deutsch: Honigkinder) lösen sich zu selten aus den Verankerungen, denn trotz verstärkter Bemühungen, ein wenig Abwechslung in das neue Album einzustreuen, klingt es schlussendlich doch meist wie der Song zuvor. Was dagegen ausgezeichnet funktioniert sind die immer wiederkehrenden Backing Vocals der restlichen Mitglieder, gut zu hören zum Beispiel im fünften Stück ‚ Klart blikk ‚, oder auch in dem leicht hyperventilierenden ‚ Den Eldre Garde ‚ gegen Ende der Platte. Schade ist auch die zu glatt klingende Produktion, die neben dem kaum veränderten Stimmlagen auf den Songs, die ansonsten doch wilde Raserei einen erheblichen Dämpfer verpasst. Ein Highlight wartet aber doch auf den Hörer: ‚ Yankeesane kommer ‚ lässt Hormone verrückt spielen und Anspannung in pures Adrenalin umwandeln. So muss es sein! Ansonsten dürfen die Schweden in meinen Augen noch einiges verbessern, besonders das Thema mit der Abwechslung wäre ein guter Beginn für ein eventuelles zweites Werk…