Hector, Manolo & Soffy O – Life’s A Soap (If You Want It)

Hector, Manolo und Soffy könnten auch die Namen von drei besten Freunden sein. Freunde, die in irgendeiner spanischen Provinz über sonnenverbrannte Erde hüpfen, um sich im nahegelegenen Versteck köstlich über den letzten Streich zu amüsieren. Aber bleiben wir bei den Tatsachen: Denn Soffy heißt im wahren Leben Sophie Larson-Ocklund und stammt aus Schweden. Viele kennen die Sängerin auch als Mitglied von TokTok, oder von Ihrem Solodebüt ‚ The Beauty Of It ‚ aus dem Jahr 2006. Nun im Jahr 2010 hat sich Soffy O. Gesellschaft eingeladen: Hector De Guerre (Norm De Guerre) und Manne Svensson (The Flare-Up!) komplementieren die Gruppe und erzeugen zusammen lässigen Sound im Gewand der 1980er Jahre Popmusik. Beweis gefällig? Dann einfach die CD in das Laufwerk schieben und Play drücken. Bereits der Opener macht deutlich was oben angesprochen wurde: ‚ The One ‚ ist für die 80er Jahre geradezu erschaffen worden – nur eben knappe 30 Jahre zu spät. Doch ist das bereits Indiz dafür, dass die Drei keineswegs billige Kopien neu auf den Markt werfen. Der Fuß ist in diesem Jahrzehnt geblieben und der Rest verbreitet eben diesen wunderschönen Spirit durch bittersüße Synthies, elektronischen Spielereien und Disco-Flair ganz im Stile der einstigen Ikonen Donna Summer, Kid Creole & The Coconuts oder ZE Records Künstler, wie Christina. ‚ Why You’re Weeping ‚ wabbert mit tiefen Beats und vertrackten Rhythmen, während ‚ A New Embrace ‚ sich den Einflüssen des New Wave hingibt. Doch leider finden sich auch schwächere Passagen auf ‚ Life’s A Soap ‚, die besonders im Mittelteil der Platte ausbrechen und damit unnötige Längen, in ein ansonsten sehr ordentliches Album einflechten. Gelungen ist dagegen ‚ Progress ‚ mit einem wankelnden Piano, verzerrten Vocals und Violinen, die scheinbar einem Gruselstreifen aus den 20er Jahren entsprungen sind. Generell ist die zweite Hälfte in ruhigeren Lagen angesiedelt und leitet somit auch das kommende Ende in aller Gemütlichkeit ein. ‚ Life’s A Soap ‚ bleibt damit ein gutes Album, wenngleich die überragenden Momente vergeblich gesucht werden müssen. Trotzdem ist die Mischung aus Disco, New Wave und Popmelodien der Neuzeit eine Gelungene, die einen Durchlauf prinzipiell verdient haben.