Heartless Bastards – A Beautiful Life

Jeder Song auf diesem neuen Album der HEARTLESS BASTARDS enthält eine solide lyrische Komposition, die den Geist erleuchtet, den Geist belebt und uns einfach dazu bringt, Angst mit Liebe zu bekämpfen.

„A Beautiful Life“ ist ein erhebendes und zum Nachdenken anregendes Album voller wunderschöner Texturen und weitreichender Klanglandschaften, die Erika Wennerstrom’s warmen und leidenschaftlichen Gesang auf so überzeugende Weise präsentieren. Die darin enthaltenen Songs vermitteln starke Botschaften der Selbstreflexion, der Neubewertung von Prioritäten und der Liebe zueinander. In den letzten zwei Jahrzehnten und in verschiedenen Inkarnationen der Heartless Bastards hat Wennerstrom eine Geschichte des Suchens, Wollens und Entkommens in ihren liquidierenden Gesängen und rohen, offen geäderten Texten entwirrt. Auf dem gesamten Album herrscht ein Optimismus mit großen Augen, der mit der gegenwärtigen zersplitterten Welt zu kämpfen scheint. 

Das eröffnende Stück „Revolution“ beginnt mit rebellischen Gedanken über klaren, von Bob Dylan inspirierten modernen Protest-Folk, bevor er in direkten Beatles-beeinflussten Pop übergeht und immer wieder „The revolution is in your head“ wiederholt. Der Titeltrack begnügt sich damit, süßlich entspannt zu sein, und wiederholt, dass die Welt ein wunderschöner Ort ist. Wennerstrom’s simple Anweisung, sich „lift each other up, or let each other be“ findet während des stolzierenden Rhythmus von „How Low“ einen besseren Halt, während „Dust“ sich mit dem Nichtwissen angesichts der gewaltigen Ausmaße des Universums über steigende Saiten auseinandersetzt.

Es gibt eine Menge unterschiedlicher Einflüsse, die sich auf „A Beautiful Life“ verteilen und sich gelegentlich in einer angenehmen Melodie oder Klanglandschaft manifestieren. „The River“ bietet wunderschöne, quietschende Banjos gegen das Vogelgezwitscher und der Vintage-Sound von „The Thinker“ dient als angenehmer Abschluss des Albums. Insgesamt sind jedoch manche Tracks nicht stark genug oder haben nicht die Energie, um diese wilden Klangänderungen zu rechtfertigen. Und ihre Länge hilft auch nicht weiter. Sechs oder fünf Minuten lange Songs wären kein Problem, wenn sich der Inhalt lohnen würde.

Was die Texte angeht, ist es schön, eine Platte zu haben, die von Positivität und Inklusivität angetrieben wird, anstatt von dem grassierenden Zynismus, den die Leute von der heutigen populären Musik gewohnt sind. Letztlich bleibt „A Beautiful Life“ aber ein Album, zu dem man immer wieder bedenkenlos zurückkehren kann.

7.1