Happy Hands Club – Parking Lot

Direkt nach dem Intro treiben uns Ricky Sokhi, Viktor Sandström, Brian Cukrowski, Jonathan Gonzalez, Joel Engvert, Siri Hammenberg und Johan Bagge in die eingängigen Melodien, tragen diese von Ihren zurückgenommenen Strophen zum pathosgeladenen Refrain. Happy Hands Club stammen aus Göteburg und präsentieren uns mit ‚ Parking Lot ‚ ein Debütalbum mit Nachdruck. Wundervolle Unverbindlichkeiten, ein wenig Berechenbarkeit und viel Schwung verschmelzen zu tanzbaren Indie-Pop Songs, geben gekonnt Gas und entschleunigen punktgenau wieder. Dabei verzichtet die Band auf hektische und überdrehte Melodiebögen, verlagert die Harmonien lieber in atmosphärische Weiten und während der Kopf vergnügt zum Takt nickt und der Fuß zum Rhythmus wippt, wird auch so manche Tanzfläche entfesselt zum Happy Hands Club toben. Es sind eben flotte Songs, die prompt ins Blut gehen, im ersten Moment noch unspektakulär wirken, aber spätestens nach dem zweiten Durchlauf mit prächtig jubilierenden Gitarrenläufen den Hörer in Ihren Bann ziehen. Wem übrigens diese Musik ganz besonders gut gefällt, dem empfehle ich die Band Motorama aus Russland. Ein Geheimtip. Doch kehren wir zum Septett zurück und dem Stück ‚ Plans Are Traps ‚, in dem die Band Ihren Melodien eine Ruhephase gewährt und sich in verliebte Träumereien flüchtet. Danach befinden wir uns erneut auf dem perfekten Weg um einen Tag zu beginnen. Langgezogene Klangwolken ziehen an uns vorüber, wellenförmige Harmonieverläufe und hintergründige Chorgesänge sorgen in ‚ Tying My Own Noose ‚ für den nächsten Höhepunkt auf ‚ Parking Lot ‚. Besonders ergreifend ist hier auch der Schlussakt mit einem emotional explodierenden Sänger. Nach diesem Debüt steht die Band ohne Zweifel für selbstbewusste Eleganz, man glaubt an die eigenen Fähigkeiten und diesen Wissen überträgt sich auf der Platte mühelos auf den Hörer. Es werden keine Zweifel aufgebaut, man lauscht einfach nur dieser kunstvollen Gesamtinszenierung von Anfang bis Ende. Epfehlenswert. Findet unten den Azure Blue remix zum Song ‚ Garden Of Eden ‚ und den Videoclip zur Single ‚ Can’t Win This ‚: