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Ein schillerndes Kaleidoskop der Klänge entfaltet sich mit FRÁNçOIS & THE ATLAS MOUNTAINS und ihrem Album PIANO OMBRE, das französische Chansons mit anglophonen Gitarren-Pop und Afro-Pop zu einer faszinierenden musikalischen Reise verwebt, die sowohl in französischer als auch in englischer Sprache beeindruckt.

Gleich mit dem eröffnenden Stück ‘ Bois ‘ umschwirrt uns ein nebelhaftes Trugbild aus elektronischen Synthesizern, Schlagzeug, trockenen Percussions, französischen Gesängen und flüsternden Harmonien. ‘ La vérité ‘ wird von einer fröhlichen musikalischen Grundstimmung geprägt, textlich gesehen ist ‘ La vérité ‘ dagegen ein Lied voller Leid und zerbrochenen Beziehungen. Die Falsett-artigen Hintergrundgesänge bleiben dennoch äußerst ansteckend und bieten damit auch ein perfektes Beispiel für die Fähigkeiten von Francois & The Atlas Mountains, die alle Arten von Instrumenten zusammen führen, aufschichten und daraus den ersten sommerlichen Titel des Jahres zaubern. ‘ Piano Ombre ‘ ist übrigens ihr erstes Album, das in einem richtigen Tonstudio und mit einem Produzenten aufgenommen wurde. Während ‘ E Volo Love ‘ noch eine komplette Eigenproduktion war, haben Francois Marry, Amaury Ranger, Pierre Loustaunau, Jean Thevenin und Gerard Black sich für das neue Werk in der pittoresken Region Entre Deux Mers ein Studio gemietet und zusammen mit Ash Workman die atemberaubend weitreichenden Einflüsse neu belebt.

Die meisten Songs wurden in französisch eingesungen, doch funktionieren ebenfalls Tracks wie ‘ The Way to the Forest ‘ als nahtlose Übergänge von Französisch in Englisch bestens – während die Band gekonnt verschiedene Percussions und Synthesizer kombiniert – oder im Fall von ‘ La Fille Aux Cheuveux De Soie ‘ auch ohne die aufgezählten Aspeskte gedeihen kann. Ein Song der nur vom Licht des Klaviers begleitet, mit gebürsteten Schlingen und sanften Streicher eine kaum vorstellbare Wirkung auf das eigene Gemüt entwickelt. Fast schon romantisch streckt uns kurz darauf ‘ Summer Of A Hear ‘ mit charmanter Schüchternheit die Hand entgegen. “Hours to dive/ Muddy waters/ Swimmers wonder/ What’s beneath?/ After swimming/ Drinking slowly/ Coco-water/ From a straw.” Das der Song dabei in englisch gesungen wurde spielt dabei kaum eine Rolle, denn der sinnlich französische Akzent liefert genügend Tiefe zwischen den farbenprächtigen Melodien und sommerlichen Untertönen.

‘ Piano Ombre ‘ ist das Ergebnis eines etablierten Handwerks. Francois & The Atlas Mountains haben während Ihrem ersten Aufenhalt im Studio sicherlich das Beste daraus gemacht. Geprägt von Afro-Pop, französischem Chanson, vermischt mit YéYé und anglophonem Gitarren-Pop, verabschiedet sich die Band im letzten Stück ‘ Bien Sûr ‘ selbstbewusst und mit verführerischen Einfallsreichtum für’s Erste – doch werden wir sie ohne Zweifel schon bald wieder auf der Bühne bewundern dürfen. Und das ist mit Francois & The Atlas Mountains sowieso immer ein ganz besonders Highlight.

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Wald mit roten vertikalen Streifen zwischen Bäumen

Frànçois & the Atlas Mountains – Piano Ombre

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