Foster The People – Torches

‚ Pumped Up Kicks ‚ erschien vor einem Jahr. Es definierte einen Sommer, es hallte in der Blogosphäre aus allen Ecken dieser Welt und auch in diesem Sommer scheint es, als würde es erneut heißen: „All the other kids with the pumped up kicks/ You’d better run, better run, outrun my gun/ All the other kids with the pumped up kicks/ You’d better run, better run, faster than my bullet“. Einen Teil haben Foster The People von MGMT (mit bewussten Verzicht auf das übermächtige Attribut der Verrücktheit) und ein wenig zauberten Sie im 80er Jahre Synth-Pop-Revival. Nun ein Jahr später beglückt uns das Trio aus Los Angeles mit einem Album und zehn Songs, entsprungen aus dem Electro-Indie-Pop Bereich. Mark Foster (Gitarre, Gesang Keyboard), Cubby Fink (Bass, Gesang) und Mark Pontius (Drums) hätten wohl damals auch nicht damit gerechnet, dass ihnen ‚ Pumped Up Kicks ‚ im Handumdrehen ein Plattendeal bei einem der größten Labels der Welt einbringen würde. Der Druck war natürlich enorm. Doch ‚ Forches ‚ bietet durchaus eine angenehme Stimmung, lakonische Zusätze, pulsierende Erscheinungen und gefühlvolle Harmonien. Ebenso unvermeidlich war die eintreffende Bestandsprobe nach dem zweiten Stück. ‚ Call It What You Want ‚ erklingt gesanglich ein wenig nach Maroon 5, musikalisch geht es zurück in die Anfänge der 90er Jahre mit Blick auf Jamiroquai. Aber der Song besitzt auch eigene Qualitäten. Zum Beispiel das funkige Klavier, die treibenden Vibes und druckvollen Rhythmen. Andere Stücke wie ‚ Don’t Stop (Color On The Walls) ‚ wirken dagegen mehr als Werbe-Soundtracks. Insgesamt sind die Songs gut produziert, interessant und reich an Schichten. Es bleiben zwar ‚ Helena Beats ‚, ‚ Houdini ‚ und ‚ Pumped Up Kicks ‚ die bestimmenden Tracks auf ‚ Torches ‚, doch betrachtet man die Platte aus rein platonischer Sicht, werden sich Unterschiede kaum unseren Augen offenbaren. Vieles klingt sehr identisch, es gibt keine wirklichen Erzählungen, keine Überraschungen. Es bleibt am Ende der lustige Ausflug am Wochenende. Wir wippen den Kopf, hängen unseren Träumen nach und vergessen die Menschen um uns herum. ‚ Torches ‚ schenkt uns entspannte Minuten, akustische Motive und farbenfrohe Instrumentierungen. Foster The People verzichten damit auf den Hype, verbringen Ihre Zeit auf einer viszeralen Ebene und jeder der sich an dieser Stelle mehr erhofft hätte, muss leider enttäuscht werden. Wer allerdings auf eine coole Atmosphäre steht, die weder anstrengend noch beschäftigend auf den Geist wirkt, der ist mit ‚ Torches ‚ bestens bedient.