Evans The Death – Expect Delays

Evans The Death kehrten dieser Tage mit Ihrem zweiten Album ‚ Expect Delays ‚ zurück. Mit an Bord war erneut Produzent Rory Atwell und gemeinsam entzücken sie anstandslos im eröffenden Stück ‚ Intrinsic Grey ‚ mit einer angenehm zugrunde liegenden Spannung und dem Bogen zwischen fulminanter Geräuschkullise und stillen Kontemplationen. Untermauert werden diese herrlichen Momente stets von Katherine Whitakers außergewöhnliche Stimme. Diese ist wie das gezuckerte Herz eines jeden Songs und zugleich der abgenützte Schrei einer Frau, deren Leben ein bisschen durcheinander wirkt. Überhaupt sind die Texte richtig elendes Zeug und damit der glanzvolle Widerspruch zum optimistischen Charme der Melodien. Man erinnert sich während diesen Minuten gerne an The Smiths und Bowie. Ehrgeiziger und konzentrierter als ihre erste Platte, verlieren Evans The Death glücklicherweise nichts von Ihrer Spontanität und Vitalität. ‚ Expect Delays ‚ ist ein äußerst einfallsreiches und intelligent gestaltetes Album einer Band, die für ihre Kunst gelitten haben. Nun geben die Londoner diese Erfahrung weiter und nähren damit zugleich Ihre Songs. Dies ist eine selbstbewusste und elektrisierende Pop-Platte, die unsere vollste Aufmerksamkeit verdient. Anhören. Denn man braucht keine Verzögerungen mehr erwarten, Evans The Death sind angekommen.

7.1