Editors – In Dream

Die Veröffentlichung Ihres letzten Albums »The Weight Of Your Love« versetzte die Herrschaften aus Birmingham, England, in Alarmbereitschaft. War es doch das erste Album, welches nicht die britischen Top 5 erreichte. Die Editors zogen sich daraufhin an die Westküste Schottlands zurück und wollten für Ihr fünftes Album einiges ändern. Auf Ihre allumfassende Finsternis wollten die Editors zwar nicht verzichten (die deutliche Bekennung erfolgt bereits im langsamen Eröffnungsstück »No Harm«), dafür erleben wir eine neue Leichtigkeit, die insbesondere im zweiten Stück »Ocean Of Night« die geschätzte Tiefe aus vergangenen Jahren geschickt einfließen lässt. Aufgenommen in Crear, in den schottischen Western Highlands, und abgemischt von Alan Moulder in London, ist »In Dream« das zweite Album in der „neuen“ Besetzung, an dem neben den Gründungsmitgliedern Tom Smith, Russell Leetch und Ed Lay auch wieder Justin Lockey und Elliott Williams mitwirkten. Ebenfalls sehr gelungen sind die weiteren Stücke »Our Love«, »All The Kings« und natürlich »At All Costs«. Es ist die schönste Nummer und die persönlichste Traurigkeit, die wir je aus dem Mund von Smith vernehmen durften: „I’ve got nothing to say to my oldest friends. This, coupled with the refrain – “don’t let it get lost / at all costs”. Er braucht darin nur sich selbst, das traurige einsame Selbst. Dazwischen gibt es auch einigen Leerlauf, gequälte Romantik – aber auch einen triumphalen achtminütigen Schlussakt, der in einem gigantischen Chor gipfelt. Laut Tom Smith ein klares und deutliches Statement, getragen von dem Glauben, dass Musik beides sein kann – poppig und experimentell. Die Editors befinden sich wieder in der Spur.