DZ Deathrays – Black Rat

Die DZ Deathrays haben sich letzte Woche mit Ihrem zweiten Album ‚ Black Rat ‚ zurückgemeldet. Veröffentlicht über Infectious Music, dem Zuhause von Bands wie alt-J, These New Puritans, Drenge oder den Local Natives, ging es nach mehreren Touren in Australien mit den Foo Fighters, Ratatat, Sleigh Bells und Festival-Performances auf dem Reading & Leeds und dem Great Escape, in The Grove Studio in Australien von Burke Reid (MSTRKRFT, The Drones, The Mess Hall). Dort wurde das zweite Album produziert und bereits im ersten Stück erfahren wir unkomprimiert die gereifte Weiterentwicklung seit ihrem Debüt ‚ Bloodstreams ‚. Die Strukturen wirken aufgeräumter, die Melodien bekamen mehr Luft, den Refrains wurde ein poppiger Anstrich verpasst. So gehört im folgenden ‚ Gina Works At Hearts ‚ mit druckvollen Versen und einer expansiv ansteigenden Kurve in den ersten 45 Sekunden. Als erste Single ausgekoppelt, folgte kurz darauf der nicht minder überzeugende Track ‚ Refective Skull ‚. Große Töne spucken hier die DZ Deathrays zwischen traditioneller Gitarre/Schlagzeug Aufteilung. ‚ Refective Skull ‚ ist gigantisch genug, um Billy Squier’s ‘ Big Beat ’ angemessen zu huldigen. Der wirkliche Feind des Rock im Jahr 2014 sind jedoch alte Männer die glauben, Ihre Songs zu retten in dem ein scheinbar vernünftiger Ansatz auf Schreieinlagen aufgebaut wird. Die DZ Deathrays bedienen sich zwar ebenfalls daran, doch klingt es nicht wie ein peinlicher Versuch, sondern tatsächlich wie gelangweilte Jugendliche, die untätig auf dem Borstein sitzen und sich fragen, woher sie den Alkohol für die Party heute Abend bekommen. Sie sind nur zufällig gelangweilte Jugendliche. Ihre Songs sind brutal, aber auch benebelt und bis zu einem gewissen Grad sexy. Eben ein überzeugendes Zweitlingswerk.