Die Heiterkeit – Herz Aus Gold

Nein, Gelassenheit (Staatsakt) nennt sich das Sublabel von Ja, Panik, auf dem bereits im April die beiden Bands Ja, Panik und Die Heiterkeit eine aufregende Split-EP präsentierten. Nein, Gelassenheit wurde von Ja, Panik selbst gegründet und mit der Split-Single auf Vinyl, die am 27. April 2012 erschien, erzählten die Damen namens Stella Sommer (Gesang & Gitarre), Rabea Erradi (Bass & Backings) und Stefanie Hochmuth (Schlagzeug) in Ihrem Song ‚ Dandy ‚ eine Geschichte ohne Pointe. In erster Linie sollte diese Veröffentlichung natürlich ein wenig Werbung für das nun erscheinende Debütalbum ‚ Herz Aus Gold ‚ sein und dazu gesellten sich gleich drei Herrschaften, nämlich Rasmus Engler, Joachim Hentschel und Tino Hanekamp, die ebenfalls sehr positives über Die Heiterkeit und deren Debüt zu berichten hatten. Und wie sollte es dabei anders sein, diese Platte verdient Ihre kommende Daseinsberechtigung im vollen Maße. ‚ Herz Aus Gold ‚ ist Musik, die sich in erster Linie fühlen lässt. Die dem eigenen Denken eine entspannte Pause gönnt. Die sich freiwillig der Unsicherheit unterwirft und dem Hörer gleichzeitig ein dunkles Empfangskomitee bietet. „Drei Prinzessinnen ohne Erbse“, so die treffenden Worte von Joachim Hentschel. Die stetig mitschwingende Nachdenklichkeit erinnert mich persönlich an Tocotronic, wenn die aufkeimenden Tumulte mit schiefen Tönen geradeaus überschwemmt werden und die gefühlte Kopflastigkeit sich unter Vernunftverweigerung mühelos zerreiben lässt. Die Heiterkeit hat Ihr Debüt mit Torsten Otto in Hamburg aufgenommen und verzichten in Ihren Songs bewusst auf die dritte Strophe. Bekannte und bewährte Formeln sind nichts für die drei Mädels, Ihre Musik ist beeindruckend selbstständig und fast frei von jeglichen Klischees. Dabei ist es überhaupt vielmehr eine Anspielung auf gängige Klischees, wenn die Mädels aus Hamburg uns versichern: „alle Wege führen zum Meer“. Mit ‚ Herz aus Heiterkeit ‚ lässt es sich gut kuscheln. „Gefällt mir gut, ich bin bereit/ I touch you with my Heiterkeit.“ Am Ende ist man glücklich und zufrieden mit sich selbst. Das Trio hat es geschafft, die dämmernde Magie in ein schunkelndes Licht zu hüllen, dabei die eigene Hand zu ergreifen und den Hörer ganz unweigerlich in eine tiefe Entspanntheit zu versetzen.