Crash Conspiracy – <>

Moment, woher kennen wir die Stimme? Was ist crash: conspiracy? Warum lässt sich der Albumtitel auf der Tastatur und in bestimmen Schriftarten nicht in Fett darstellen? Woher kommen die seltsamen Typen, deren Band angeblich als eine Art Idee funktionieren soll, in der die Mitglieder eigentlich nur Figuren darstellen und aus einer düsteren Zukunftsversion stammen? Laut einschlägigen Meldungen werfen crash: conspiracy sogar Ihren Schatten weit voraus, nämlich in das ferne Jahr 2017. Die Waffen des Überwachungsstaats sind aufgefahren, Desinformation und Angstpropaganda münden in Verschwörungstheorien und Gleichgültigkeit. Der Frontmann dieser Bewegung betitelt sich selbst als Ino Control und feierte dann aber doch ganz real einen Tag nach Veröffentlichung der Debütplatte ‚ < > ‚ den Release im Kölner Subway. Doch springen wir nochmal zurück an den Anfang: Die Stimme scheint seltsam vertraut und tatsächlich versteckt sich dahinter Ino Control aka Aydo Abay, selbst einmal Mitglied bei Blackmail und immer noch bei Ken. Es ist stets interessant, wohin so mancher Pfad sein Ziel am Ende der Reise entdeckt. In diesem Fall hört das Ende auf den Namen crash: conspiracy und dahinter verstecken sich Herrschaften aus Deutschland, welche eben Konzerte geben die man besuchen kann, eine Platte veröffentlichen – und trotzdem existieren Sie quasi sieben Jahre im Voraus. Es klingt kompliziert, aber Ihre Fans haben sich von ihrer Existenz überzeugt und sie wissen, dass crash:conspiracy über Dinge sprechen, von denen andere schweigen. Worüber Sie sprechen erfährt man im Album ‚ < > ‚, denn darin geht es zusammen mit der Gruppe Apollon gegen den Überwachungsstaat und um mehr Freiheit für die Bürger. Gegen die Angst und für die Freiheit. Wie sich das Ganze musikalisch anhört, zeigt uns der Opener ‚ < ‚ ein wenig, und schon wesentlich deutlicher das zweite Stück ‚ Protester ‚ mit rotierenden Gitarren, eindringenden Melodien und einem tiefsitzenden Blasinstrument. Vielleicht ist es eine Trompete, oder eine Posaune – vielleicht aber auch etwas anderes. Wer kann es schon in der jetzigen Gegenwart mit Sicherheit sagen? Auch unser Blick reicht nicht bis in das Jahr 2017 und so glauben wir crash: conspiracy und dem, was wir in den laufenden Minuten zu hören bekommen. Neben dem Album, geht auch der Start der Fernsehserie „Alpha 0.7 – Der Feind in Dir“ einher. Die Idee zur Band basiert auf dem multimedialen fiktionalen Projekt von Sebastian Büttner und Oliver Hohengarten. Die sechsteilige Fernsehserie wird flankiert von Internet- und Radio-Programmen, die die Welt von „Alpha 0.7“ weiter ausformulieren. Wir leben bei ‚ < > ‚ inmitten eines lebendigen Systems, verschmelzen zu einer weiteren Dimension und fühlen uns schlussendlich mehr als wohl darin. Es gefällt was wir darin hören, seien es die futuristischen Klänge zu ‚ Monotype ‚, oder das weitläufige dem Universum entschwindende ‚ 2014 ‚. Zwar überzeugt nicht alles, so verliert sich ‚ Wright ‚ zu sehr in Belanglosigkeiten, ‚ Grey ‚ wirkt ein wenig zu minimalistisch und ‚ The Escapist ‚ ist mit seinen 80er Jahre Anleihen bei einem Projekt wie diesem, leider mit der Zeitmaschine in die falsche Richtung gereist. Doch insgesamt gesehen, bleibt das experimentelle Projekt von Aydo Abay aber nicht hinter den Erwartungen zurück und schließt mit ‚ > ‚ das Kapitel 1.0 – wir aber bleiben Wachsam und freuen uns zugleich auf die nächsten Nachrichten aus der fernen Zukunft von crash: conspiracy.