Talking Heads – More Songs About Buildings and Food

Der Titel des zweiten Albums von Talking Heads machte gar kein Geheimnis aus der Tatsache, dass es sich um Songs handelte, die nicht auf der ersten LP verwendet wurden und mit hastig neu geschriebenem Material gemischt wurden. Anhänger der ersten Stunde erschien der Sound der Band konventioneller, doch der Grund dafür war einfach, denn man war schon einmal auf die merkwürdigen Songstrukturen, Stakkato-Rhythmen, die angespannten Gesänge und impressionistischen Texte gestoßen. Byrne’s quietschende Stimme wurde entweder geliebt oder gehasst, es gab wirklich keinen Mittelweg. 

Ein weiterer Grund war, dass der neue Co-Produzent Brian Eno eine musikalische Einheit schuf, die das Album zusammenbrachte, insbesondere in Bezug auf die Rhythmussektion, die Sequenzierung, das Tempo und das Mischen. Während es bei den Talking Heads hauptsächlich um die Stimme und die Texte von David Byrne ging, konzentrierte sich Eno auf das Bass&Drums-Team um Tina Weymouth und Chris Frantz. Alle Lieder waren tanzbar und es gab nur kurze Pausen zwischen ihnen. „Thank You For Sending Me An Angel“ als eröffnendes Stück ist kurz und bündig, abgesehen von den verrückten Gesängen von Byrne.

Der kommerzielle Anker des Albums war bei weitem der einzige Coversong, eine eigenständige Version von Al Green’s „Take Me to the River“ mit einem Sound, der noch in den späten 1970er Jahren einen Hit der 80er Jahre ausmachte. Die intelligente Rhythmussektion und die feine Produktionstechnik brachten der Gruppe einen weltweiten Top-40-Crossover-Hit. Das Album endet mit der angenehmen Beschallung von „The Big Country“, eine feine Mischung aus Akustik und Elektronik. „More Songs About Buildings and Food“ ist so ziemlich das beste Album für Einsteiger, um die Talking Heads kennen zu lernen.