chloe moriondo – Blood Bunny

Mit nur 13 Jahren startete CHLOE MORIONDO ihre Entdeckungsreise in die Welt der Musik, indem sie Cover auf Soundcloud und YouTube veröffentlichte. Kurz vor ihrem 16. Geburtstag erschien ein komplettes D.I.Y.-Lo-Fi-Album und jetzt hat sich die junge gebürtige Sängerin aus Michigan erneut weiterentwickelt und ihr Major Label Debütalbum BLOOD BUNNY veröffentlicht.

Nun ist Chloe Moriondo 18 Jahre alt und dank einer Reihe von Genres finden wir Sie auf Ihrem Debüt „Blood Bunny“ inmitten der 00er Jahren aus akustisch-gitarrengetriebenen Pop sowie Pop-Punk-inspirierten Momente wider – in „Favorite Band“ gibt es beispielsweise sogar einen Hinweis auf die kanadischen Simple Plan. Moriondo’s Gesänge bewegen sich geschickt zwischen diesen Stilen und übersteigen jede Klanglandschaft mit einem kirschsüßen Timbre, ehrlichen Texten und einer oft nonchalanten Performance. Der Sprung aus der Welt von YouTube zu einer professionellen Musikerin erfordert Talent, Charisma und Entschlossenheit, von denen Chloe anscheinend jede Menge zu haben scheint. 

Die meisten Songs handeln von erstarrten Beziehungen, wie „Manta Rays“, wenn sie singt: “My therapist will tell me that it’s best to let it be/but I wanna light fires, I wanna explode/I want to be everything you want to know.” Moriondo schreibt mit gewinnender Stumpfheit, sowohl über ihre eigenen Mängel als auch über die Objekte ihrer Besessenheit. “I wanna be with her all day/I’m a bitch to everyone else anyway,” zuckt sie mit den Schultern über das kristallklare „Strawberry Blonde“. Auf dem verspielten, muskulösen „Take Your Time“ beklagt sie ihr Schicksal, jemandem, der nicht mehr nahe steht, wieder in Ihren Bann zu ziehen: „“I wanna know/what will it take to make you let me go/You don’t fade like old stick and pokes.”

„What If It Doesn’t End Well“ ist ein Juwel am Ende des Albums und spielt mit der Dynamik, während Moriondo sich fragt, ob es sich lohnt, in Beziehungen zu investieren, wenn ihr unvermeidliches Ende außerhalb Ihrer Kontrolle liegt. Sanft über die Akustikgitarre trottend, in der Dringlichkeit steigend, bevor das Schlagzeug abstürzt, gipfelt es in einem Wehklagen, das selbst Avril Lavigne nicht besser hätte entzünden können. Am Ende ist „Blood Bunny“ ein großartige Referenz, um zu zeigen, was dieser strahlende junge Star zu bieten hat.

8.0