Cäthe – Seniorita

Die Verruchtheit einer Frau spiegelt sich in deren Kleidung, Schminke und Charakter wieder. Blickt man hinter diese Fassade, entdecken wir eine Frau die unanständig, geheimnisvoll, etwas verdorben und unmoralisch wirkt. Bezieht man die aktuellen Gedankenwege auf Cäthe, muss hier bereits ein Abstrich wegen Ihres Namen gemacht werden. Doch das Cover war Antrieb und auch der befindliche Inhalt Ihrer Songs zeigt nicht selten deutliche Anleihen. Aber man sollte nun keinen falschen Schlüsse ziehen, den Cäthe ist vielseitig, überzeugt im Opener ‚ Senorita ‚ mit brechenden Melodien und taucht im zweiten Stück ‚ Wahre Liebe ‚ in die stilistischen Gebiete der Punk Musik ab. Ihre neue Heimat ist Hamburg und so landen das Leben in den dortigen Straßen ebenso in den Texten, wie auch die ewige Flucht in die große weite Welt. Geschrieben hat die Geschichtenerzählerin alles selbst in den Hamburger Home Studios und eines Tages dachte sich Cäthe, die unzähligen Songs mutiger und ehrlicher Popmusik, unter die Menschheit zu befördern. Ein erster Auszug befindet sich nun der Umflaufbahn, hört auf den Namen ‚ Senorita EP ‚ und ist der Vorläufer zum Debütalbum, welches im Frühjahr 2011 erscheinen soll. ‚ Ding ‚ zaubert Gänsehaut in unser Gesicht, auf die Arme und den Rücken. Unglaublich wie intensiv und eindringlich die Stimme von Cäthe durch die Boxen euphorisiert. Cäthe ist damit eine ehrliche und vielbdeutende Bereicherung in der deutschen Musiklandschaft, konzentriert sich nicht auf ein spezielle Gebiet, spielt Pop-Melodien und elektronischen Elementen, spricht stellenweise Ihre Texte in ‚ 105 ‚ und traut sich diese mit einer herrlichen Verspieltheit um unsere Köpfe zu wickeln. Davor bestechen immer mal wieder die schrägen Gitarren und weil es erst einmal erwähnt wurde: die rauhe und einmalige Stimme von Cäthe. Den Abschluss bildet das Stück ‚ Blätter ‚ und fast scheint es, als wäre nun dieser eine besondere Augenblick angebrochen. Wir lehnen uns zurück, genießen, träumen und hängen Erinnerungen nach…