Caroline Rose – Superstar

Die Erzählung des Albums beginnt, wenn ein unbenannter Held eine falsche Nummer als Omen nimmt und sich mit stolzierenden Synthesizern auf die Suche nach Träumen macht, die zu groß für sein Handgepäck sind. Aber ihre selbst gemachte Zukunft hat die gleichen Grenzen wie ihre Vorstellungskraft: „I’ll get free ice cream and give them to the kids of the neighbourhood“, es klingt so, als wäre es während eines Sommers in der Kindheit gesagt worden. Ein Großteil des Albums in wahrer Rose-Form verkörpert diese Dualität: großhaarige, falsch gepeitschte Synthesizer und Flöten, die die Texte umfassen, während sie versuchen, in ihrem zu engen Kleid zu atmen.

Die Eröffnung mit den optimistischen, verträumten Noten von „Nothing Impossible“, die die sternenklare Prämisse einer hoffnungsvollen Zukunft aufbauen, sind jedoch jäh zu Ende, wenn das dramatische “Do You Think We’ll Last Forever” die Aussaat der ersten Samen der Selbstzweifel übernimmt. Leider setzt sich in der zweiten Hälfte des Elf-Track-Albums die bittere Realität dort nieder, wo einst süße Träume lebten. Der Abstieg beginnt mit dem selbstironischen „Freak Like Me“, der langsamsten und leisesten Klanglandschaft der Produktion, die die bevorstehende gedämpftere Stimmung darstellt.

Der Flaute folgt ein Ausbruch von verärgerter Energie auf dem gitarrengeführten „Someone New“, bevor ein sanfter Übergang in das herausragende „Pipe Dream“ eintritt, das einen Eindruck für Rose’s heiseren Gesang hinterlässt, der über angenehm monotonen Instrumentierungen liegt. Ihr letztes Album „LONER“ war eine unerwartete Indie-Pop-Energie-Explosion. Durch die Erweiterung ihres Sounds in neue Richtungen fand sich Rose mit einer neuen Gruppe von Fans wieder, die auf das gespannt waren, was als nächstes kommen würde. Ihr Nachfolger handelt von diesem wachsenden Anforderungsprofil, indem sie ein ehrgeiziges Album kreiert, das zum einen aus einer prahlerischen Come-up-Story und zum anderen aus reflektierender Verwundbarkeit besteht. 

Rose verbindet diese Elemente mit ihrem magnetischen Stil, und das Ergebnis ist unverkennbar ihr eigenes.