Calvin Harris – Motion

So geht es dahin mit dem Calvin Harris. Die Verkaufszahlen steigen, die Qualität sinkt dazu proportional. Somit kein Muss für die Anhänger der anspruchsvollen elektronischen Tanzmusik (EDM). Dabei darf das eröffnende Stück ‚ Faith ‚ als eigene Kreation direkt in die Gehörgänge wandern und dort ein bisschen verweilen. Auch weil bis ‚ Summer ‚ die Beliebigkeit durch die synthetischen Fixierungen weht. Calvin Harris versteht es zwar nach wie vor ausgezeichnet, seine Beats an die jeweiligen Künstler anzupassen, diese mit einzubeziehen und so einen gewissen Wiedererkennungswert kreiert – doch geschieht das alles mit relativ viel Routine.

Mit Gwen Stefani, Big Sean, Ellie Goulding, HAIM, Hurts, All About She, Tinashe und John Newman wird somit das Potential verspielt und einzig die Tracks ‚ Bounce ‚ mit Kelis oder Florence Welsh’s ‚ Sweet Nothing ‚ hinterlassen bleibende Eindrücke. Der Rest könnte auch von einem Tom, Dick, John oder Guetta kommen. Dementsprechend hat man das Meiste in diesem Jahr in selber oder ähnlicher Form in anderen Tracks gehört. Letztlich begibt sich Harris mit ‚ Motion ‚ in das nächste Kapitel seiner Karriere, wird auch weiterhin zahlreiche Auftritte in Ibiza absolvieren (wo er jetzt bestens hinpasst) und seinen Bekanntheitsgrad massiv ausbauen. Das der Mann Qualitäten besitzt ist unbestreitbar, nur leider hat er diese in letzter Zeit stark vernachlässigt…