Bye Bye Bicycle – Compass

„Will Take Over, Then Continue Taking Over!“ – so oder auf ähnlichem Wege soll es laut Bye Bye Bicycle laufen. Die Band aus Schweden besteht erst seit wenigen Jahren aus Samuel Petersson (Gitarre), Nils-Olof Blomstrand Bengtsson (Bass), André Vikingsson (Vocals), Viktor Engström (Schlagzeug) und Jakob Schröder (Gitarre). Und nicht zu Unrecht werden die Herren von Bye Bye Bicycle als das Beste aus Göteburg seit The Carnations bezeichnet. Sie haben sich in dieser Stadt gefunden und spielten die ersten zwei Jahre mit Ihren anfänglichen Songs in kleinen Pubs und Bars in Ihrem Heimatland Schweden. Doch das ist zum Glück seit 2008 zur endgültigen Geschichte geworden. Denn bereits im Mai waren viele der Aufnahmen zu Ihrer Debütplatte im Kasten, die auf den Namen ‚ Compass ‚ hören sollte, und sich mit der ersten Single ‚ Navigation ‚ noch im selben Monat sehr eindrucksvoll präsentierte. Im August 2009 folgte schließlich das langerwartete Album mit einem Reisemotiv, das sich im Allgemeinen ungebrochener Beliebtheit erfreut. Der Inhalt auf ‚ Compass ‚ orientiert sich stark an The Smith und weitere englische Legenden, wenngleich der Stil auf hervorragende Weise eigenständig bleiben durfte. So überzeugen zugleich die drei Stücke ‚ Agent ‚, ‚ Navigation ‚ und ‚ Northpole ‚ mit wunderschönen Gitarren, schwungvollen Geigen und laufenden Rhythmen, die eine offene Sicht, Abenteuer und Spannung versprechen. Auch ‚ Kairo ‚ empfängt den Hörer mit herzlicher Wärme, herausstechenden Gitarrenriffs und verliert nur gegen Mitte ein wenig den Mut zum Ende. Generell sind die Songs von Bye Bye Bicycle keine Freunde kurzer Bekanntschaften und gehen daher oftmals ins Detail, oder begegnen uns in Songs wie ‚ Meridian ‚ mit zurückhaltenden und doch nachhaltigen Saxophon- Passagen. Gegen Ende mag den jungen Herren von Bye Bye Bicycle dann vielleicht aufgrund dieser Längen ein wenig die Luft ausgehen, doch Reisen in diesem Ausmaß sind bekanntlich nicht die Leichtesten und so gefällt ‚ Compass ‚ besonders in seiner Gesamtheit, dem Überblick für liebliche Melodien und dem melancholischen Gesang von André Vikingsson.