Blood Red Shoes – Get Tragic

Die jahrelange Reise auf Tournee in einem ununterbrochenen Eilschritt hat letztlich vor einigen Jahren Ihren Tribut gefordert. Die Blood Red Shoes gingen nach dem letzten Album getrennte Wege und machten mehr oder weniger Ihr eigenes Ding. „Get Tragic“ soll dahingehend auch einen Neuanfang für die Band darstellen. Tatsächlich sind Sängerin und Gitarristin Laura Mary-Carter, sowie Steven Ansel (Schlagzeug und Gesang) frisch und gestärkt zurückgekehrt. Die neuen Songs haben den unverkennbaren Sound der Blood Red Shoes, aber er klingt dennoch irgendwie neu, verzerrt und anders.

Alles bewegt sich zwischen weichen, nachdenklichen Gesängen und dunklen, vom Keyboard angetriebenen Rhythmen durch das Album. „Eye to Eye“ ist intensiv, bedrohlich und eignet sich perfekt für das tiefe Eintauchen in bittere Gedanken. Es definiert zugleich den angespannten Ton für das gesamte Album. Unruhe, Ängstlichkeit und sogar ruhige Selbstreflexion spiegeln sich in der Ballade „Find My Own Remorse“ wider, während „Mexican Dress“ nochmals die Neuausrichtung unterstreicht. Was mir letztlich nicht so gut gefällt: die Platte fühlt sich irgendwie zusammenhangslos an und auch der Gesang von Ansel kommt gegen die Wildheit von Carther schlicht nicht an und lässt Songs wie „Bangsag“ etwas hohl und verloren klingen.

Viele Tracks haben ein neuartiges elektronisches Feeling und in „Howl“ funktioniert dies aus meiner Sicht am besten. Es bietet einen eingängigen und verzerrten Sound der hervorsticht. Dennoch werden sich langjährige Anhänger etwas schwer tun (zumindest geht es mir gerade so) und sich im ersten Durchlauf nicht sonderlich wohl dabei fühlen. Es ist definitiv keine schlechte Platte, aber auch keine überragende. Eben ein Übergang und die Rechnung, die es bei solchen Neuausrichtungen wohl zu bezahlen gilt. Für den Mut der Blood Red Shoes diesen Schritt zu wagen: 4 Sterne.

Unruhe, Ängstlichkeit und sogar ruhige Selbstreflexion spiegeln sich in der Ballade „Find My Own Remorse“ wider, während „Mexican Dress“ nochmals die Neuausrichtung unterstreicht. Was mir letztlich nicht so gut gefällt: die Platte fühlt sich irgendwie zusammenhangslos an und auch der Gesang von Ansel kommt gegen die Wildheit von Carther schlicht nicht an und lässt Songs wie „Bangsag“ etwas hohl und verloren klingen. Viele Tracks haben ein neuartiges elektronisches Feeling und in „Howl“ funktioniert dies aus meiner Sicht am besten. Es bietet einen eingängigen und verzerrten Sound der hervorsticht.

Dennoch werden sich langjährige Anhänger etwas schwer tun (zumindest geht es mir gerade so) und sich im ersten Durchlauf nicht sonderlich wohl dabei fühlen. Es ist definitiv keine schlechte Platte, aber auch keine überragende. Eben ein Übergang und die Rechnung, die es bei solchen Neuausrichtungen wohl zu bezahlen gilt. Für den Mut der Blood Red Shoes diesen Schritt zu wagen: 7 Punkte.