Blood Incantation – Hidden History of the Human Race

Wie kann man den festlichen Jubel um Weihnachten am besten zunichte machen? Natürlich mit Death Metal! Roher, psychedelischer, muskulöser, schrecklicher, unbarmherzig verdammter grimmiger Death Metal! „Hidden History of the Human Race“ ist die Fortsetzung ihres Debüts von „Starspawn“ aus dem Jahr 2016 und in jeder Hinsicht verrückt. „Slave Species Of The Gods“ hakt sich direkt mit einem hüpfenden, quietschenden Riff ein, begleitet von Jeff Barrett’s unverwechselbarem qualvollem Bass. Das brutale Denver-Quartett Blood Incantation ist das Bild einer Band, die geschickt in der Lage ist, schwierige Avantgarde-Passagen auszugleichen, sei es dissonant, technisch oder zutiefst aggressiv – mit Hooks und viel Schwung. 

Die vier Songs bilden eine Spielzeit von 36 Minuten. Doch Blood Incantation verlassen sich nicht einfach nur auf die Länge, sondern auf die zahlreichen Riffs, die sich wie aufeinander gebaut anfühlen und einen atmungsaktiven, organischen, ästhetischen und emotionalen Bogen bilden. Zu sagen, dass die Vorfreude auf „Hidden History of the Human Race“ mit großer Spannung erwartet wurde, ist eine enorme Untertreibung. Andere OSDM-Bands haben mit Sicherheit Killer-Platten geliefert, die mehr als ausreichend sind, um sich in diesem zu Genre behaupten. Trotzdem bleibt die beinahe Gewissheit bestehen, dass nur Blood Incantation dieses durchdringende Gefühl hervorrufen oder gar durchbrechen können. 

Blood Incantation strahlt eine Besonderheit aus, die sich weder als Fan noch als Kritiker definieren lässt. „Hidden History of the Human Race“ ist umwerfend, umwerfend, umwerfend, umwerfend, umwerfend! Es ist das klangliche Äquivalent dazu, wenn Aliens in einer Kammer für sensorische Experimente gehalten werden. Die Kammer ein Ort, an dem die Handlung stattfindet, aber es ist nicht der Ort, von dem wir unseren Kindern erzählen. Es ist feindlich, trostlos, kalt und voll schrecklichen außerirdischen Lebens, die uns ihre Eierablagerungen direkt in den Hals rammen, bis wir von innen heraus platzen. Blood Incantation zaubert diese Art von Visionen, diese klaustrophobischen Stimmungen, viszeralen Reaktionen und vieles mehr. Blood Incantation haben hier einen Anwärter auf das Death Metal-Album des Jahres geschaffen.